Dienstag, 30. Dezember 2008

Weihnachts-Schnippsel

Ja, uns gibt es noch, auch wenn es die letzten Tage sehr ruhig war hier! Wir haben uns über die Feiertage einfach mal eine Auszeit genommen und ganz viel gekuschelt, gespielt, getobt...

Weihnachten war schön! Die Kinder haben sich über ihre Geschenke gefreut und wir Eltern und die Großeltern hatten eine schöne Zeit. Nach all den Vorbereitungen mußte es dann aber auch die nächsten Tage mal etwas ruhiger angehen, bei mir war langsam die Luft raus. Gut, daß wir - wie jedes Jahr Weihnachten - ein Büfett vorbereitet hatten, davon konnten wir noch zwei Tage später essen. Es gab das Weihnachtsessen, das ich von früher kenne - Kartoffelsalat und Würstchen - und das Essen, was mein Mann von früher kennt: Lachs, Garnelen und Baguette, dazu dann noch Eier- und Thunfischsalat sowie Nudelsalat. So war für jeden etwas dabei.

An den beiden Feiertagen dann gab es einmal Ente mit Rotkohl und Klößen und am anderen Tag Schweinenackenbraten mit Sauerkraut und Kartoffeln - mmmmh, lecker! Und da die Ente eine vorbereitete war vom P.enny, hatte ich an beiden Tagen nicht allzu viel Aufwand in der Küche. Am Wochenende aßen wir dann noch die Reste, so daß ich erst gestern wieder hätte kochen müssen (habe ich aber nicht, es gab Pizza).

Die Kinder haben fleißig Fahrradfahren geübt, sich ihre neuen Bücher vorlesen lassen und die Zeit mit uns einfach genossen - herrlich!

Nun fängt die Vorbereiterei schon wieder an, da wir morgen Abend Besuch von Freunden mit ihrer Tochter bekommen, aber das kann mich jetzt auch nicht mehr umhauen. Zur Zeit sitze ich hoch und trocken im Büro (war wohl nichts mit Betriebsferien), stricke noch eine Runde, surfe ein wenig durchs Internet und warte auf den Boten, der die letzte Post des Jahres abholt (die, die ich gestern nachmittag geschrieben habe - war ja auch klar, daß ich eine Menge zu tun haben würde, wenn ich ausnahmsweise mal Töchterchen und Stricksachen mit ins Büro nehme, um der Langeweile vorzubeugen ;-)).

Bilder lasse ich später noch nachfolgen, wollte mich nur mal kurz zurückmelden. Der Baum steht noch, Marcel ist wieder gesund, dafür hat Saskia jetzt die Rennerei und Männe eine schöne Nebenhöhlenentzündung - aber was solls? Irgendwas ist immer!

Für den Fall, daß ich das Bildereinstellen dieses Jahr nicht mehr schaffe, wünsche ich allen da draußen schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr und treibt es nicht zu wild! Ach, Brigitte, Dein Stöckchen habe ich mir an die Seite gelegt, da muß ich noch etwas genauer drüber nachdenken !

Dienstag, 23. Dezember 2008

Das ist ja nochmal gutgegangen

wenn man es so nennen will ;-)

Scharlach ist es jedenfalls nicht, was den Kleinen so schlaucht, "nur" ein Magen-Darm-Virus, der sich aber bald wieder verziehen dürfte. Also weiterhin Salzstangen, Traubenzucker und Fencheltee - gut, mehr will er im Moment auch gar nicht.

Es war aber auch pures Glück, daß unser Kinderarzt noch da war. Heute morgen fand nur noch ein Notdienst von 8 bis 10 Uhr statt, jetzt ist er bereits im Urlaub. So war aber auch die Wartezeit recht kurz (klar, bei Verdacht auf eine ansteckende Krankheit sowieso, aber diesmal ging es noch schneller). Marcel war die Situation aber nicht geheuer: er fühlt sich eh matschig und dann auch noch hopplahopp zum Kinderdoc - die Tränen schossen nur so aus seinen Augen, dabei hatte er Minuten vorher noch mit der Helferin geflirtet. Letztendlich sah er ein, daß wir ihm nichts böses wollten und er ließ sogar den Rachenabstrich für den StrepA-Schnelltest klaglos über sich ergehen. Da dieser Test negativ war, schmiß unser Arzt noch eine Runde Traubenzucker für alle, wünschte uns fröhliche Weihnachten und wir durften wieder von dannen ziehen.

Jetzt hoffe ich nur noch, daß sein Magen schnell wieder in die richtige Spur kommt.

Montag, 22. Dezember 2008

und was macht ihr so...

Hier läuft (fast) alles seinen Gang. Die letzten Geschenke sind eingekauft, das Essen ist geplant und größtenteils auch eingekauft, der Baum steht seit gestern im Wohnzimmer und der kleine Mann ist krank - alles normal, oder?

Geschenke zu finden war nicht schwer, schließlich werden hauptsächlich die Kinder beschenkt. Jedes bekommt ein (gebrauchtes) Fahrrad - wunschgemäß mit Stützrädern -, ein Spiel von Conni oder Bob und einige Pixi-Bücher - die derzeitigen Favoriten sind Conni und Laura (die mit dem Stern).

Den Baum haben wir vergangenen Freitag gekauft, als die Kinder zum letzten Mal im Kindergarten waren und wir den Vormittag für uns nutzen konnten. Das ist unsere diesjährige Wahl im fast fertig geschmückten Zustand:



Nicht sehr üppig, aber irgendwie symphatisch! Und bei den diesjährigen Baumpreisen - lassen wir das lieber... :-(

Sonntag wurde der Baum dann von uns gemeinsam geschmückt, nach dem Fertigen der obigen Aufnahme hatte Männe aber noch ein paar "Kleinigkeiten" hinzugefügt, der Baum war im noch zu nackt ;-) Die Holzsterne fertigt übrigens mein Onkel an, da gibt es soooo tolle Stücke...

Heute vormittag waren wir ausnahmsweise mal alle zuhause, da Männe sich kurzfristig frei genommen hatte: Marcel hatte die Nacht über mehrfach nicht nur die Windel geflutet (Durchfall der heftigsten Sorte), nein, ich hatte auch noch eine Hustenattacke nach der nächsten und Männe war so ordentlich um den Schlaf gebracht. Also gab er morgens auf der Arbeit Bescheid, daß er nicht kommen könne, er müsse sich um die kranke Familie kümmern. Mir war's recht, so durfte ich nach mehrmaligem Aufstehen nachts morgens dann etwas länger im Bett bleiben.

Marcel macht mir langsam Kummer: sein Durchfall ist wieder in vollem Maße da, er ist appetitlos, müde, leicht fiebrig, scheint Hals- und Ohrenschmerzen zu haben und er hat rote Flecken im Gesicht. Das wird doch wohl kein Scharlach sein? Hilft nichts, da müssen wir morgen noch mal zum Kinderarzt, das möchte ich gern geklärt haben.



Und wenn schon mal alle zusammen zuhause sind, dann landen die kleinen und großen Kinder schnell vor den Legokisten und es wird gebaut, was die Fantasie hergibt:



Hier entsteht ein Rummel mit Karussell, Losbuden und allem Pipapo!

Arbeiten mußte ich heute leider genauso, wie es für morgen auch wieder ansteht. Hilft ja alles nichts, der Kram muß noch erledigt werden. Sicher ist aber schonmal, daß ich Mittwoch zuhause bleiben darf (oder auch nicht, die Last-Minute-Einkäufe treiben einen ja raus, außerdem ist Wochenmarkt). Mal schauen, vielleicht klappt es ja wenigstens für nächste Woche mit den "Betriebsferien".

Stiefpapa liegt seit einer Woche im Krankenhaus, ein Geschwür war durchgebrochen und hatte für großen Kummer gesorgt, er mußte umgehend operiert werden. Wir haben die Hoffnung, daß er morgen oder spätestens Mittwoch wieder nach Hause darf - aber was machen wir, wenn Marcel tatsächlich an Scharlach erkrankt ist? Krankes Kind und frisch operierter Opa vertragen sich meines Erachtens nicht so gut. Ruhig, abwarten, was der Kinderarzt sagt. (Oder wie Wikipedia verriet: nach Penicillingabe ist das Kind nach 24 Stunden nicht mehr ansteckend)...

Zu guter Letzt habe ich heute die Nähmaschine wieder abholen dürfen. Als ich die Rechnung für die Wartung sah, dachte ich, mich tritt ein Pferd. Mein Maschinchen ist ja schon etliche Jährchen alt, da sammelt sich was an. Letztendlich hätte mich der Spaß 130,- Euro gekostet - wenn, ja, wenn der Reparateur nicht der Vater meines Schwagers wäre! (aber nicht mein Schwiegervater: komplizierte Familienverhältnisse, gell?) So bin ich für lau aus der Sache rausgekommen, Vitamin F wie Familie sozusagen. Und das Maschinchen schnurrt wie eine Neue - klasse!

Jetzt nur noch die Zeit zum Nähen finden.... nimmt mal jemand die Kinder (und Männe noch dazu)??? War'n Scherz!

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Emma nimmt ihre Arbeit auf

Emma ist meine Nähmaschine. Ein uraltes Teil von P.rivileg, von meiner Mutter "geerbt". Nachdem ich bei Frau...äh...Mutti immer über die tollen Nähergebnisse staune und sie mir vor kurzem verriet, daß sie auch erst seit zwei Jahren näht und sich das meiste selbst beigebracht hat, möchte ich es auch einmal versuchen. Da mein Maschinchen aber seit langem nicht mehr genutzt wurde, geht sie morgen erst einmal zum Fachhändler für eine ordentliche Reinigung und Wartung.

Verkneifen konnte ich mir einen Test heute nachmittag aber trotzdem nicht. Also Fäden eingespannt, alte Geschirrtücher rausgekramt und einfach mal drauflosgenäht: klappt! Die Kinder freuen sich über zwei lustige Beutel, die sie wahlweise als Mütze aufsetzen oder zum Transport diversen Spielzeugs benutzen, und ich weiß, daß sich die Investition für Reinigung und Wartung auch wirklich lohnen wird und nicht einfach nur rausgeworfenes Geld ist.

Ich bin ja mal gespannt, was dann kommt....

Geschafft!

Probleme sind dazu da, gelöst zu werden...

Wenn das man immer so einfach wäre. Jetzt jedenfalls, nach drei Tagen Arbeit mit vielen Grübeleien, Nachlesen und Hotline-Fragen läuft der Kram endlich wieder im Büro. Puh! Jetzt noch einen USB-Stick für die Datensicherung besorgen und gut ist hoffentlich. Das möchte ich jedenfalls nicht noch einmal durchmachen. Ein paar Kleinigkeiten fehlen zwar noch, aber immerhin nichts Weltbewegendes mehr, und die Fristsache, die mir unter den Nägeln brannte, ist auch erledigt. Gerade noch rechtzeitig!

Jetzt dürfte der Chef sich auch gerne hinsichtlich der angedachten Betriebsferien entscheiden, gell? ;-)

Magen-Darm

Na großartig, jetzt hat es den Kleinen erwischt - Magen-Darm. Was für eine Plörre! Details erspare ich Euch.

Hätte er den Virus dann nicht wenigstens bei sich behalten können? Wie gut, daß ich noch ein paar Tabletten da hatte, sonst wäre der Einkauf wohl, hm, naja, in die Hose gegangen ;-) Jetzt ist aber offenbar für uns beide das Gröbste überstanden *daumendrück*

Dienstag, 16. Dezember 2008

Kurzschluß

Was so ein einfacher Kurzschluß doch für einen Schaden anrichten kann!

Vor etwa zwei Wochen hatten wir im Büro einen Kurzschluß im Rechner, er hat das Motherboard zerledert. Also neuen PC hingestellt, Daten von der Festplatte kopiert - dann sollte die Sache - jedenfalls nach meiner einfachen Denke - wieder laufen. Tat sie aber nicht. Wär ja auch zu einfach gewesen.

Die kopierten Daten lassen sich nicht verwenden, die Programme mußten alle neu aufgespielt werden, zudem natürlich auch neu eingerichtet und registriert und und und.

Und wer darf die ganze Schei***e machen? Klar, ich! Ey, was das angeht, bin ich Computerdepp. Ich habe fast ein Jahr gebraucht, bevor ich einen eigenen Blog hatte, dabei ist das so einfach. Um mit Word richtig umgehen zu können, habe ich das ganze Handbuch gelesen. Ich bin Laie, komme gerade so zurecht, für den (Büro-)Alltag reicht das aber.

Und jetzt das. Mir schwirrt der Schädel, ich beginne, aufpoppende Fehlermeldungen zu hassen. Stunden habe ich vor dem PC gesessen und da aufgespielt, hier gelöscht, dort das Handbuch zu Rate gezogen, hier eine Supporthotline angerufen.

Eine, eine einzige Fehlermeldung trennt mich noch vom Erfolgserlebnis des Jahres. Drückt mir die Daumen, daß ich dieses Problem morgen vormittag gelöst bekomme - denn dann steht auch unseren Betriebsferien nichts mehr im Wege (und die hätte ich mir dann sowas von verdient *jawoll*)

So, jetzt bin ich auch wieder motiviert!

(und nie, nie wieder ohne Datensicherung, ich schwör, ey!)

Freitag, 12. Dezember 2008

Weihnachtsfeier

Heute bat der Chef uns Damen vom (Grill) Büro in das beste Steakhaus der Stadt zum Weihnachtsessen. Hach, das liebe ich ja: nicht kochen müssen, gutes Essen bekommen und hinterher mal nicht die Küche aufräumen (Chef hatte Geld dabei ;-)).

Wenn er sich jetzt noch durchringen und die zweiwöchigen Betriebsferien verkünden würde.... Noch hat er sich nicht entschieden *daumendrück*

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Strickschule

Ich möchte für Saskia einen Pullover stricken mit einem schönen Lochmuster. Leider kam ich mit der Strickschrift nicht klar, ist halt doch schon lange her, daß ich danach gestrickt hatte. Also, wen fragt frau? Mama!


Danke, Mama, Du hattest recht! Einfach mit einer anderen Wolle ein Probierstück stricken - und es klappt. Jetzt siehts so aus, wie es gedacht ist.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Eine Marcel-Oma-Geschichte

zu Männes 36. Geburtstag, geschrieben von Oma Edith, möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Mein kleiner Chaot

Samstag, 29.11.2008, kurz nach 17 Uhr, es klingelt, mein Sohn und meine Schwiegertochter bringen Marcel. Er schläft heute bei Oma. Die Eltern werden schnell verabschiedet, Papa aus der Tür geschoben.

Er geht in der Küche mit dem Wassernapf der Katzen spazieren. "Was machst Du da?" "Das ist schmutzig." Ok, die Katzen bekommen sauberes Wasser, Marcel und Oma trockene Socken.

"Oma, ich brauch eine Schere." "Warum?" "Ich will Kugeln machen." Hä?

Marcel braucht Steine, er weiß, wo die liegen, nimmt sich eine Handvoll vom Tisch, Klebestreifen holt er aus der Küche und die Schere hat Oma ganz oben auf dem Schrank versteckt. Er geht mit den Sachen ins Schlafzimmer und fängt an, den Klebestreifen um die Steine zu wickeln.

Nachdem davon ziemlich viel an ihm klebt, sucht er sich ein anderes Hobby. Kinderbücher durcheinander bringen. Nachdem auch das langweilig wird, hat er Hunger. Marcel sitzt zum Essen auf der Bank. Eigentlich sitzt er nicht, er ist ständig in Bewegung: Füße rauf, Füße runter, auf die Kniee, hinstellen, ein Arm unterm Tisch, versuchen, die Katze zu kneifen....

Nachdem alles auf dem Tisch steht und Oma Brot mit Leberwurst geschmiert hat, sagt er "Ich will helles Brot". Na gut, dann ess ich das Schwarzbrot. Er hat seine eigene Art, das Brot zu essen, erst in der Mitte, dann weiter in der Mitte von links nach rechts, bis nur noch ein Halbmond übrig ist. Die Ohren kriegen auch ne Portion Wurst ab, mit Nutella sieht das noch lustiger aus. Nachdem das Brot aufgegessen wurde, gibt es noch F.ruchtzwerge. "Ich will noch einen." Nach dem zweiten ist Schluß. Noch ein bißchen spielen, Schlafanzug an, Zähne putzen und ab ins Bett.

Das war wohl nix mit schlafen. "Ich will nicht" wechselt sich ab mit "Ich bin nicht müde" (er kann kaum die Augen aufhalten). Er sitzt im Schlafzimmer neben Omas Bett und will nicht. "Okay, dann schlaf auf der Erde." Tür zu, Oma geht ins Wohnzimmer. Nach 5 Minuten mal gucken, was er macht. Nix macht er, sitzt auf der Erde und grinst Oma an. "Willst Du nicht endlich ins Bett gehen?" "Nee, die Decke ist doof." "Welche Decke willst Du denn?" Achselzucken. "Willst Du Omas Decke?" Nun beglückt mich dieses kleine Kerlchen mit einem Grinsen und einem erleichterten "Ja!". Warum sagt er das nicht gleich, er könnte schon seit einer Stunde schlafen.

0 Uhr 30 geh ich ins Bett mit der Hoffnung auf eine ruhige Nacht. Was auch zutrifft, jedenfalls bis 4 Uhr 30.

Er hustet, ruft und heult. "Was ist denn?" "Ich bin wach, meine Hose ist nass." Ja, schön, Omas Bett auch. Frisch gewickelt, trinken angeboten. "Schlaf schön weiter." "Ich will bei Dir schlafen." Ok, also ab in Omas Bett (Schlafcouch im Wohnzimmer) mit der Decke, die er vorhin nicht wollte.

Nach ca. 1 Stunde schläft er endlich tief und fest. Mittlerweile ist es 5 Uhr 30, nun haben die Katzen ausgeschlafen.

Eine tobt sich am Kratzbaum aus, das Ding hat einen kleinen Ball am Gummiband, wenn man mit der Pfote daran haut, läuten schon die Weihnachtsglocken, zwar leise, aber es nervt. Die andere geht aufs Klo, Oma auch.

Die Katzen spielen mittlerweile fangen über Tisch und Stühle und rauben mir den letzten Nerv. Beim Springen vom Schrank gibt es ein lautes Plopp, Marcel zuckt hoch und ich hab seinen Ellenbogen im linken Ohr.

Oma rollt sich wieder aus dem Bett und versucht die beiden Katzen einzufangen. Eine erwische ich am Schwanz, was mit einem empörten Fauchen quittiert wird. Die andere geht freiwillig in die Küche. Beim nächsten Mal werfe ich die beiden vom Balkon.

Es ist mittlerweile 6 Uhr 30, ich geh zurück ins Schlafzimmer, mal sehen, ob ich noch ein bißchen schlafen kann. Damit ich Marcel höre, lasse ich meine Tür einen Spalt auf. Diese Gelegenheit verstehen die Katzen als Einladung, eine springt auf meinen Schrank, die andere sitzt im Regal.

Ich hab eigentlich nur noch die Schnauze voll. Ich will schlaaaaaafen....

8 Uhr 30 Uhr, Frühstück ist fertig. Marcel wird langsam wach. Heute darf er auf meinem Stuhl sitzen, da kann er nicht so viel rutschen. Eier sind fertig, Milch warm. "Ich will keine Milch. Mein Ei ist zu warm, halt Du das mal." Drückt mir sein Ei in die Hand und lässt sich füttern. Das restliche Eigelb lecken mir die Katzen von der Hand. Das nächste Mal bekommt er ein hartes Ei.

Waschen, Zähneputzen, anziehen und ab zum Bus. Wir fahren nach Langen in Omas Kirchengemeinde. Der Bus fährt sonntags nicht ganz durch, also müssen wir den Rest laufen.

An meiner Hand (eigentlich nur ein Finger) seine kleine Hand, die sich die ganze Zeit bewegt, mal einen Finger rausziehen, mal drehen, alle Finger gleichzeitig bewegen.

Kinderbeine sind zu kurz für drei Haltestellen, also muss Oma mit Tricks arbeiten. Nur noch um die Ecke. Nach der dritten Ecke hat er keine Lust mehr, er will getragen werden. Meine Arme tun weh, fühlen sich an wie Gummi. Als wir angekommen sind, sucht er seinen Opa und ist auch wieder happy, nachdem er ihn gefunden hat.

Die Großen halten ihre Andacht und Marcel geht mit den anderen Kindern zur Kinderbetreuung. Danach treffen sich alle wieder und wir sitzen zusammen bei Kaffee und Kuchen.

Gegen 13 Uhr gehe ich mit Marcel zum Bus, er will nicht laufen. Der Weg ist diesmal nicht weit, nur um zwei Ecken. Marcel ist müde und hat jetzt echt die Nase voll vom Laufen. Immer schön aufpassen, dass er nicht einschläft im Bus. Als wir ausgestiegen sind, bleibt er am Stadtpark stehen. "Ich bleib hier". Nichts geht mehr. Wenn er neben einem geht, sieht er gar nicht so schwer aus. Drei Ecken sind fast geschafft. Zu Hause bei Oma erstmal schlafen, beim nächsten Einkauf neue Arme für Oma besorgen.

Oma hat inzwischen gemerkt, dass er Fieber hat und wir lassen ihn in Ruhe, sogar die Katzen, die ganz schön irritiert sind, weil er sich auf der Couch so breit macht. Nachdem er von den Eltern und seiner Schwester Saskia abgeholt wurde, kann ich nur sagen: Insgesamt war es ein schönes Wochenende. Aber ich freue mich heute Nacht riesig auf mein Bett.

PS: Vielleicht schläft Saskia mal allein bei Oma, das wäre dann Zickenalarm. Ich liebe diese Beiden. Was hab ich nur vorher ohne sie gemacht?

Stille

Ruhig ists mal wieder - die dritte Erkältung des Herbstes greift um sich. Die Kinder schniefen und husten, fiebrig sind sie auch dann und wann - und ich hab mir gleich mein Portiönchen mit abgeholt. Daher passiert hier nicht viel im Moment, mir fehlt die Energie....

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Der Alltag hat mich wieder

Schade, daß so ein Urlaub auch immer irgendwann wieder vorbei ist.

Der Flohmarkt am Sonntag war prima, wir sind doch einiges losgeworden, den Rest vertickern wir jetzt bei E.bay. Umatztechnisch hätte es gern mehr sein dürfen, aber bei den meisten Sachen lautete unser Motto "Was weg ist, ist weg". Wenn ich jetzt nur noch wüßte, woher ich die riesigen blauen Flecken an meiner linken Wade habe und wieso die Schulter plötzlich so weh tut?!

Montag im Büro dachte ich, mich trifft der Schlag. Computer kaputt (Netzteil durchgebrannt wegen Kurzschluß im Innenleben), zwar ein neuer PC angeschlossen, aber ein vollkommen fremdes Textbearbeitungsprogramm - okay, kann man lernen. Aber der Diktatstapel! reichte! mir! bis! zur! Hüfte! *kreisch* Zweieinhalb Stenokassetten voll und kein Ende in Sicht, Cheffe diktierte ja laufend weiter *nochmehrkreisch*

Also geschrieben, soviel die klammen Finger und die kaputte Schulter hergaben. Das hat man nun von zwei Wochen Urlaub (in denen ich ja auch zwei Mal im Büro war und vier Mal telefonisch Hilfe leistete)!

Dafür kaut Cheffe auf der Idee herum, zum ersten Mal richtige "Betriebsferien" zu machen und das Büro vom 22.12. bis zum 05.01. zu schließen. Ich habe ihm dann mal vorsichtig angedeutet, wie angetan ich von der Idee bin und daß er doch bitte noch genauer, aber nicht zu lange darüber nachdenken solle *grins* Jetzt heißt es Daumendrücken!

Die Kinder sind beide mal wieder heftigst erkältet mit anfallartigem Husten (Bronchospasmen) und hohem Fieber (Saskia führt heute mit 39,4° die Hitliste an). Also werden wohl beide morgen zuhause bleiben, statt in den Kindergarten zu gehen. Mal gucken, was sie davon halten. Marcel sollte eh zuhause bleiben, da er sehr heftig hustet, Männe war heute morgen mit ihm beim Kinderarzt. Aber Saskia hat sich heute Nachmittag hingelegt, weil sie sich nicht gut fühlte, und seit dem Wiederaufwachen hat sie Fieber und fängt auch an zu husten - sehr nett!

Saskia hatte gestern übrigens ihre U9: 16,5 kg, 109 cm, gut entwickelt - was will man mehr? Sie hat zwar nur sehr wenige der ihr gestellten Aufgaben "erfüllt" (Zeichnen, auf Zehenspitzen und Hacken laufen, hüpfen etc.), aber unser Kinderarzt vertraut mir und glaubt mir entsprechend auch, wenn ich sage, sie kann das alles, was "gefordert" wird. Dennoch: innerliches Kopfschütteln bei manchen Fragen blieb nicht aus, aber ebenso über das bockige Kind in der Verweigerungshaltung. Egal, damit sind erstmal alle Früherkennungstermine für Saskia abgehakt - dabei ist sie doch erst 5! Was kommt jetzt?

So, bevor mir die Augen zufallen, verabschiede ich mich Richtung Bett, wer weiß, ob ich heute wieder durchschlafen darf (die letzten 6 oder 7 Nächte durfte ich *klopfaufholz*).