Genau das sagte Saskia mir heute abend, als ich sie ins Bett brachte. Und sie hat recht damit!
Heute begann die zweite Schulwoche, langsam wird das Neue zum Alltag.
Heute hatten wir das erste Mal Besuch von einer Klassenkameradin und Freundin, sie brachte ihre Mama und ihre kleine Schwester (14 Mon.) mit. Die Kinder haben toll gespielt, wir Mütter haben uns gut unterhalten. Mittwoch starten wir den Gegenbesuch, direkt nach der Schule bis zum Abendbrot. Wie passend, daß sie nur ein paar Häuser die Straße hoch wohnen. Warum hat man sich nie früher getroffen?
Morgen dann gibt es den ersten Schulausflug, Saskia ist gespannt wie flitzebogen: "Hoffentlich wird es nicht langweilig" - "Hallo? Ihr fahrt zu einem Spielplatzfest mit Straßenkünstlern, das K A N N nicht langweilig werden!" ;-)
Die Klassengröße paßt, 20 Kinder (14 Mädchen, 6 Jungs) und meistens zwei Kräfte (1 Lehrerin, eine Erzieherin) in der Klasse. Gruppenarbeit statt starrem Lernen, drei verschiedene Arbeitsblätter, je nach persönlichem Wissensstand, so daß sich niemand langweilen muß, weil einige noch nicht mitkommen. Saskia malt begeistert ihre erste Silbe, das "mu" und ihren ersten eigenständigen Vokal, das I. Erstes Thema in Sachkunde ist der Bauernhof, passend zur Silbe. In Mathe geht es gleich munter im Zahlenraum bis 10 kreuz und quer, so daß keine Langeweile aufkommt (erwähnte ich mal, das Saskia bis 1000 fehlerfrei zählt und Zahlen auch vorliest?).
Donnerstag ein weiterer Ausflug zur Bücherei, ich habe mich angeboten, mitzukommen, als danach gefragt wurde, bin mal gespannt, wie es wird mit diesem Haufen quirliger, hochmotivierter Erstklässler.
Und Freitag kommt der Schulfotograf, es wurde darum gebeten, die Kindern noch einmal aufzuhübschen und die Schultüten wieder mitzugeben. Schultüte? Da war doch was.... Das Krepppapier wurde beim Auspacken freudig zerfetzt, die Fische haben größtenteils das Zeitliche gesegnet - ich muß wohl noch mal tüchtig nachbessern *seufz*
Am Wochenende war Saskia der Streß der ersten Schulwoche doch ein wenig anzumerken, Samstag abend brach sie in Tränen aus und meinte, es wäre nicht ihr Tag. Gestern abend eine ähnliche Situation, wobei sie aber wohl eher nur vom kleinen Bruder genervt war. Verständlich wohl, daß ich mich heute über ihre Aussage sehr gefreut habe, da der Tag insgesamt doch lang und irgendwie auch anstrengend war, da sie nach dem Weggang des Besuches, Abendbrotessen und Umziehen noch darauf bestand, ihre Hausaufgaben zu machen, bevor sie Zähneputzen ging und es die Gute-Nacht-Geschichte (immer noch Jim Knopf und die Wilde 13) gab.
(nur das frühe Aufstehen im Urlaub, das find ich nicht so prickelnd....)
Montag, 16. August 2010
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