Heute wollte ich eigentlich mal ein bißchen die Füße hochlegen und die wenige Zeit genießen, die ich vollkommen allein sein würde. Tja, dann schien die Sonne und ich konnte durch Saskias Zimmerfenster nicht hinaussehen - so dreckig waren sie *seufz*
Als Putzeimer klargemacht, Fensterbank geräumt, Gardinen abgenommen und los ging das fröhliche Fensterputzen - nach Bügeln und Kloputzen echt die unbeliebteste Hausarbeit! Und da ich schon einmal dabei war, kamen anschließend noch unser Schlafzimmer, Marcels Zimmer und die Küche dran. Morgen dann noch Wohnzimmer, Bad und Büro und dann kann Männe sich mit der Weihnachtsdeko austoben, dabei assistiere ich dann nur noch.
Erwähnte ich schon einmal, daß ich alle Weihnachtsgeschenke beisammen habe? So früh war ich noch nie fertig!
Dienstag, 30. November 2010
Montag, 29. November 2010
Ruhe
kehrt hier zwar nicht wirklich ein, aber immerhin: ich habe jetzt zwei Wochen Urlaub, die für dieses und jenes genutzt werden.
Jetzt: Füße hoch, Schnittmuster sichten, vielleicht findet sich noch was für den Flohmarkt.
- Ich nähe. Wie eine Bekloppte ;-) Sonntag ist großer Flohmarkt in der Stadthalle, ich möchte gern Selbstgenähtes anbieten wie Taschen (waren noch genug da), Stifterollen (19 Stück fertig, mehr Stifte hatte ich nicht) und Kirschkernkissen. Mal schauen, ob mir noch etwas einfällt, ein paar Tage habe ich ja noch.
- Saskia hustet stark, aber trocken, heute morgen habe ich sie in der Schule entschuldigt und wir sind zum Kinderarzt. Tagsüber darf sie inhalieren, zur Nacht gibt es einen Hustenstiller. Ein normaler grippaler Infekt, Fieber könnte noch kommen. Wenn sie sich fit fühlt, darf sie zur Schule. Sie kann es kaum erwarten, freut sich schon auf morgen. Zu den AGs darf sie auch wieder, sie ist schon ganz zappelig. Okay?!
- Marcel ist wie immer, mal nervig, mal süß, einfach Matze eben.
- Männe ist weiterhin krankgeschrieben. Die Sehstörungen, die ihn plagen, beruhen laut Neurologen und Radiologen zum einen auf einer Migräne (er hat leichte bis mittlere Spannungs-Kopfschmerzen) und zum anderen auf heftig entzündeten Nebenhöhlen. Also Antibiotika und Frau nerven ;-)
- Heute haben wir, ohne mit der Wimper zu zucken, einen höheren dreistelligen Betrag für einen neuen Side-by-Side-Kühlschrank ausgegeben - Mamas Weihnachtsgeschenk an uns. Ich weiß gar nicht, wie oft ich mich schon bedankt habe, ich freu mich so wahn-sin-nig! Da ist eine große Last von uns genommen wurden, wir hätten es frühestens irgendwann im nächsten Frühjahr vielleicht hinbekommen, den dementen, äh, defekten Kühlschrank auszutauschen. Nicht nur, daß das Gefrierfach für einen 4-Personen-Haushalt definitiv zu klein war, nein, die Innenbeleuchtung beheizte den Kühlschrank und zudem vereiste er immer wieder genau neben dem Abtauloch - soviel zur No-Frost-Technik, die Kühlschlange führt genau dort in das Gerät, wo das Abtauwasser eigentlich ins Nirvana ablaufen soll. Mittwoch wird der neue große Schrank geliefert, der alte wird gleichzeitig abgeholt und entsorgt. Uff!
- Nun schneit es auch hier, die Wege sind leicht angezuckert, wir wappnen uns schon einmal dafür, daß wir morgen früh eventuell Schnee schippen müssen. Gut, daß wir letzte Woche erst Streusalz nachbestellt haben, mit dem,was noch aus dem Frühjahr da ist, müßten dann etwa 270 kg auf Vorrat liegen. Der Winter kann kommen ;-)
Jetzt: Füße hoch, Schnittmuster sichten, vielleicht findet sich noch was für den Flohmarkt.
Mittwoch, 24. November 2010
Alle Jahre wieder
nehme ich mir vor, einen Adventskalender selber herzustellen - bzw. zwei ;-)
Letztes Jahr war es der gebastelte Tütenkalender, in diesem Jahr hat es endlich einmal mit dem Selber-Nähen geklappt. Okay, ich hatte den Materialbedarf ein klein wenig unterschätzt, kaufen wäre natürlich günstiger gewesen *hüstel*, aber man kann ihn ja schließlich immer wieder verwenden.
Die Kinder sind jedenfalls schon höchst gespannt, was alles in den Säckchen ist, neben Schokolade haben sich noch etliche kleine Geschenke dort hinein verirrt. Ich fürchte fast, wir verwöhnen sie wieder zu sehr, aber es macht einfach nur Spaß, diese kribbelige Vorfreude mitzuerleben. Marcel zählt schon den Countdown: "7 Tage noch, Mama, dann geht es ENDLICH los!"
Dieser Kalender hängt in Marcels Zimmer, durch die Ösen am oberen Rand zog ich rot-grün-goldenes Geschenkband und knotete es einfach an seinem Bettrahmen fest:

Bei Saskia war es nicht ganz so einfach, das Bett war etwas zu niedrig, um auch hier den Rahmen zu nutzen - also habe ich einfach Nägel in die Wand geschlagen und hieran den Kalender befestigt, natürlich wieder mit eingeschlagenen Ösen.

Die Kinder sind happy, die Adventszeit kann kommen!
Letztes Jahr war es der gebastelte Tütenkalender, in diesem Jahr hat es endlich einmal mit dem Selber-Nähen geklappt. Okay, ich hatte den Materialbedarf ein klein wenig unterschätzt, kaufen wäre natürlich günstiger gewesen *hüstel*, aber man kann ihn ja schließlich immer wieder verwenden.
Die Kinder sind jedenfalls schon höchst gespannt, was alles in den Säckchen ist, neben Schokolade haben sich noch etliche kleine Geschenke dort hinein verirrt. Ich fürchte fast, wir verwöhnen sie wieder zu sehr, aber es macht einfach nur Spaß, diese kribbelige Vorfreude mitzuerleben. Marcel zählt schon den Countdown: "7 Tage noch, Mama, dann geht es ENDLICH los!"
Dieser Kalender hängt in Marcels Zimmer, durch die Ösen am oberen Rand zog ich rot-grün-goldenes Geschenkband und knotete es einfach an seinem Bettrahmen fest:

Bei Saskia war es nicht ganz so einfach, das Bett war etwas zu niedrig, um auch hier den Rahmen zu nutzen - also habe ich einfach Nägel in die Wand geschlagen und hieran den Kalender befestigt, natürlich wieder mit eingeschlagenen Ösen.

Die Kinder sind happy, die Adventszeit kann kommen!
Labels:
Kinder,
Selbstgemacht,
Weihnachtswichteln
Unkaputtbares Weichei oder so ähnlich
könnte man derzeit Marcel nennen.
Auf der einen Seite sind wir in der Weichei-Phase. Man muß ihn nur berühren, und er brüllt los, das die Wände wackeln. Männe meinte heute morgen schon, vielleicht wäre es klüger, ein paar Alltagsszenen auf Video aufzunehmen, damit wir dem Jugendamt später beweisen können, daß wir unsere Kinder eben nicht mißhandeln, sondern ihnen die Zähne putzen, Haare kämmen, beim Anziehen helfen etc. Jede Berührung = Gebrüll.
Auf der anderen Seite ist Marcel ja nun extrem risikofreudig und probiert alles aus. Ich hatte ja berichtet, daß er eine schwere Prellung mit Bruchverdacht des linken Daumens hat, weil er Omas Crosstrainer ja unbedingt mit den Händen bedienen mußte. Montag war unser Kontrolltermin beim Unfallarzt. Als wir ins Behandlungszimmer geführt wurden, nahm ich ihm den Verband und die Schiene schon einmal ab, damit der Arzt dann einen Blick darauf werfen konnte. In der Wartezeit - knapp zehn Minuten, wenn ich mich nicht täusche - hielt Marcel den Daumen ganz steif und jaulte bei jeder einfachsten Berührung. Als der Arzt nun endlich kam, gab er ihm erst ganz brav die "ordentliche" rechte Hand zur Begrüßung, dann sollte er auch die linke, verletzte Hand vorzeigen und dem Arzt die Hand drücken.
Und er drückte! Deutlich, stark, ohne zu jammern.
Der Bluterguß ist noch nicht ganz verschwunden, aber auf das Röntgen hat der Arzt verzichtet, wer so doll zudrücken kann, sagt er, der hat keinen Bruch, weder im Daumen noch in der Mittelhand.
Jetzt tobt er schon den zweiten Tag ohne Verband und Schiene durch die Gegend, nur dann und wann, wenn er sich stößt und wir ihm unbeabsichtigt die Hand drücken, dann jammert er. Ansosnten ist alles okay.
Geht doch!
Auf der einen Seite sind wir in der Weichei-Phase. Man muß ihn nur berühren, und er brüllt los, das die Wände wackeln. Männe meinte heute morgen schon, vielleicht wäre es klüger, ein paar Alltagsszenen auf Video aufzunehmen, damit wir dem Jugendamt später beweisen können, daß wir unsere Kinder eben nicht mißhandeln, sondern ihnen die Zähne putzen, Haare kämmen, beim Anziehen helfen etc. Jede Berührung = Gebrüll.
Auf der anderen Seite ist Marcel ja nun extrem risikofreudig und probiert alles aus. Ich hatte ja berichtet, daß er eine schwere Prellung mit Bruchverdacht des linken Daumens hat, weil er Omas Crosstrainer ja unbedingt mit den Händen bedienen mußte. Montag war unser Kontrolltermin beim Unfallarzt. Als wir ins Behandlungszimmer geführt wurden, nahm ich ihm den Verband und die Schiene schon einmal ab, damit der Arzt dann einen Blick darauf werfen konnte. In der Wartezeit - knapp zehn Minuten, wenn ich mich nicht täusche - hielt Marcel den Daumen ganz steif und jaulte bei jeder einfachsten Berührung. Als der Arzt nun endlich kam, gab er ihm erst ganz brav die "ordentliche" rechte Hand zur Begrüßung, dann sollte er auch die linke, verletzte Hand vorzeigen und dem Arzt die Hand drücken.
Und er drückte! Deutlich, stark, ohne zu jammern.
Der Bluterguß ist noch nicht ganz verschwunden, aber auf das Röntgen hat der Arzt verzichtet, wer so doll zudrücken kann, sagt er, der hat keinen Bruch, weder im Daumen noch in der Mittelhand.
Jetzt tobt er schon den zweiten Tag ohne Verband und Schiene durch die Gegend, nur dann und wann, wenn er sich stößt und wir ihm unbeabsichtigt die Hand drücken, dann jammert er. Ansosnten ist alles okay.
Geht doch!
Dienstag, 23. November 2010
Frau G.
Ich wollte noch kurz von unserem ersten Besuch bei der Psychologin/Psychotherapeutin Frau G. berichten:
Die Praxis war schnell gefunden, wir waren viel zu früh da. Ich muß mir merken, daß es nur 10 Minuten Fußweg sind, wir haben die letzte halbe Stunde im Discounter um die Ecke vertrödelt, dort war es wenigstens warm und trocken ;-) Auf unser Klingeln öffnete uns eine junge Frau, vielleicht Anfang 30. Ich war etwas überrascht, als sie sich als Frau G. zu erkennen gab. Damit war aber auch schon einmal klar, daß es sich nicht um meine ehemalige Kollegin handelte.
Wir wurden ins Wartezimmer gebeten, da sie noch mit einem Patienten sprach. Pünktlich um 17 Uhr wurden wir dann nach nebenan in einen großen, gemütlich eingerichteten Raum gebeten, in dem deckenhohe Regale mit Büchern und Spielen waren, ein runder Tisch mit Stühlen, ein Sofa, ein paar Sessel, ein Puppenhaus etc. pp. Gemütlich war es, überall roch es noch leicht nach Farbe und neuem Boden, ich mag das. Saskia stürzte sich auf das Puppenhaus, ich ging mit der Therapeutin erst einmal die Eckdaten durch wie Name, Adresse, Telefonnummer, Familienstand, Geschwister usw. Dann rief sie Saskia heran und wir sprachen darüber, warum wir dort sind, sie fragte uns Löcher in den Bauch und erklärte, wie die Stunden gestaltet sind. Sie machte sich viele Notizen, fragte mal Saskia, mal mich. Dann, nach etwas über einer halben Stunde, bot sie Saskia an, noch etwas mit ihr zu spielen, das mache sie mit allen "ihren Kindern" so. Saskia suchte sich Halli Galli aus und die beiden spielten und beschnupperten sich, während ich die Beobachterrolle einnahm. Danach spielte Saskia noch einen Moment allein, während ich mit der Therapeutin nach dem nächsten Termin fahndete. Da die nächstmöglichen weiteren Termine genau dann liegen, wenn wir zum Narkosevorgespräch müssen bzw. an dem Tag, an dem Saskia wieder operiert wird, einigten wir uns dann auf den 16.12. als nächsten Termin. Zwar ein bißchen hin, aber immerhin. Bis dahin soll ich mit Männe noch einen mehrseitigen Fragebogen ausfüllen, damit sie mehr über Saskia und uns erfährt.
Das wars dann auch schon gewesen für heute, die 50 Minuten vergingen wie im Flug. Wir haben einen ersten Eindruck gewonnen, Saskia sagte mir beim Ins-Bett-gehen, daß sie die Frau G. echt total nett fand. Auf meine Nachfrage hin, ob sie sich denn auch vorstellen könne, daß ihr die Frau G. helfen kann, nickte sie lächelnd. Na, immerhin was!
Ich hoffe, hoffe, hoffe, sie findet einen Zugang zu Saskia und kann ihr helfen. Wie sagte Frau G.: Hast Du das Chamäleon auf den Bildern im Flur gesehen? Es ändert die Farbe, bleibt aber immer ein Chamäleon. So ist das auch mit Dir: Du änderst mit meiner Hilfe etwas in Deinem Verhalten, aber Du bleibst immer Saskia. Es werden Dir weder die Haare geschnitten noch sonst etwas mit Dir gemacht, ich gebe Dir nur Hilfen, wie Du besser z.B. mit Deiner Wut umgehen kannst. Du bleibst immer Du!
Die Praxis war schnell gefunden, wir waren viel zu früh da. Ich muß mir merken, daß es nur 10 Minuten Fußweg sind, wir haben die letzte halbe Stunde im Discounter um die Ecke vertrödelt, dort war es wenigstens warm und trocken ;-) Auf unser Klingeln öffnete uns eine junge Frau, vielleicht Anfang 30. Ich war etwas überrascht, als sie sich als Frau G. zu erkennen gab. Damit war aber auch schon einmal klar, daß es sich nicht um meine ehemalige Kollegin handelte.
Wir wurden ins Wartezimmer gebeten, da sie noch mit einem Patienten sprach. Pünktlich um 17 Uhr wurden wir dann nach nebenan in einen großen, gemütlich eingerichteten Raum gebeten, in dem deckenhohe Regale mit Büchern und Spielen waren, ein runder Tisch mit Stühlen, ein Sofa, ein paar Sessel, ein Puppenhaus etc. pp. Gemütlich war es, überall roch es noch leicht nach Farbe und neuem Boden, ich mag das. Saskia stürzte sich auf das Puppenhaus, ich ging mit der Therapeutin erst einmal die Eckdaten durch wie Name, Adresse, Telefonnummer, Familienstand, Geschwister usw. Dann rief sie Saskia heran und wir sprachen darüber, warum wir dort sind, sie fragte uns Löcher in den Bauch und erklärte, wie die Stunden gestaltet sind. Sie machte sich viele Notizen, fragte mal Saskia, mal mich. Dann, nach etwas über einer halben Stunde, bot sie Saskia an, noch etwas mit ihr zu spielen, das mache sie mit allen "ihren Kindern" so. Saskia suchte sich Halli Galli aus und die beiden spielten und beschnupperten sich, während ich die Beobachterrolle einnahm. Danach spielte Saskia noch einen Moment allein, während ich mit der Therapeutin nach dem nächsten Termin fahndete. Da die nächstmöglichen weiteren Termine genau dann liegen, wenn wir zum Narkosevorgespräch müssen bzw. an dem Tag, an dem Saskia wieder operiert wird, einigten wir uns dann auf den 16.12. als nächsten Termin. Zwar ein bißchen hin, aber immerhin. Bis dahin soll ich mit Männe noch einen mehrseitigen Fragebogen ausfüllen, damit sie mehr über Saskia und uns erfährt.
Das wars dann auch schon gewesen für heute, die 50 Minuten vergingen wie im Flug. Wir haben einen ersten Eindruck gewonnen, Saskia sagte mir beim Ins-Bett-gehen, daß sie die Frau G. echt total nett fand. Auf meine Nachfrage hin, ob sie sich denn auch vorstellen könne, daß ihr die Frau G. helfen kann, nickte sie lächelnd. Na, immerhin was!
Ich hoffe, hoffe, hoffe, sie findet einen Zugang zu Saskia und kann ihr helfen. Wie sagte Frau G.: Hast Du das Chamäleon auf den Bildern im Flur gesehen? Es ändert die Farbe, bleibt aber immer ein Chamäleon. So ist das auch mit Dir: Du änderst mit meiner Hilfe etwas in Deinem Verhalten, aber Du bleibst immer Saskia. Es werden Dir weder die Haare geschnitten noch sonst etwas mit Dir gemacht, ich gebe Dir nur Hilfen, wie Du besser z.B. mit Deiner Wut umgehen kannst. Du bleibst immer Du!
Montag, 22. November 2010
Bitte nicht schon wieder
Gerade rief Männe mich im Büro an: Sitzt Du? Ja!
Ein Anruf der Schule, er solle bitte SOFORT das Kind abholen! Saskia hat
getreten
geschlagen
gespuckt
anderen Kindern die Haare abgeschnitten
in den Waschräumen sämtliche Wasserhähne aufgedreht
Ich will nicht mehr. Was ist bloß mit diesem Kind los? Meine Nerven liegen blank, die Hände zittern. Sie kann froh sein, daß ich erst in einer dreiviertel Stunde zu Hause bin...
Ich weiß, ein Hilfeschrei des Kindes, etwas stimmt nicht - aber kann man das nicht anders äußern? Muß man andere mit hineinziehen, ja sogar verletzen? Das geht zu weit, das haben wir ihr schon mehrfach eindringlich gesagt.
Morgen ist der Termin bei der Therapeutin, ich denke, die Schule lassen wir morgen sicherheitshalber einmal ausfallen für sie.
Ach!
Nachtrag:
Okay, ich hatte Männe falsch verstanden bzw. er die Lehrerin. Die Vorfälle waren nicht von heute Vormittag, sondern wohl eher die Summe der letzten Wochen. Heute morgen auf der Lehrerkonferenz hatte man dann beschlossen, Saskia für eine Woche von den Nachmittagsveranstaltungen (gemeinsame Betreuung, AGs) und von der Nutzung der Bücherei auszuschließen, daher sollte sie um 13 Uhr abgeholt werden, heute und für den Rest der Woche.
Also geht sie morgen ganz normal zum Unterricht, Männe holt sie mittags nach dem Essen ab und spätnachmittags haben wir dann den ersten Termin.
*uff*
Ein Anruf der Schule, er solle bitte SOFORT das Kind abholen! Saskia hat
getreten
geschlagen
gespuckt
anderen Kindern die Haare abgeschnitten
in den Waschräumen sämtliche Wasserhähne aufgedreht
Ich will nicht mehr. Was ist bloß mit diesem Kind los? Meine Nerven liegen blank, die Hände zittern. Sie kann froh sein, daß ich erst in einer dreiviertel Stunde zu Hause bin...
Ich weiß, ein Hilfeschrei des Kindes, etwas stimmt nicht - aber kann man das nicht anders äußern? Muß man andere mit hineinziehen, ja sogar verletzen? Das geht zu weit, das haben wir ihr schon mehrfach eindringlich gesagt.
Morgen ist der Termin bei der Therapeutin, ich denke, die Schule lassen wir morgen sicherheitshalber einmal ausfallen für sie.
Ach!
Nachtrag:
Okay, ich hatte Männe falsch verstanden bzw. er die Lehrerin. Die Vorfälle waren nicht von heute Vormittag, sondern wohl eher die Summe der letzten Wochen. Heute morgen auf der Lehrerkonferenz hatte man dann beschlossen, Saskia für eine Woche von den Nachmittagsveranstaltungen (gemeinsame Betreuung, AGs) und von der Nutzung der Bücherei auszuschließen, daher sollte sie um 13 Uhr abgeholt werden, heute und für den Rest der Woche.
Also geht sie morgen ganz normal zum Unterricht, Männe holt sie mittags nach dem Essen ab und spätnachmittags haben wir dann den ersten Termin.
*uff*
Donnerstag, 18. November 2010
Stahlzarge 1 : Ellenbogen 0
Autsch! Schön, wenn der Schmerz nachläßt und das Kribbeln und Taubheitsgefühl in der rechten Hand langsam verschwinden. Da war es doch mehr als gut, daß die Lieblingsblogs alle in den Favoriten gespeichert sind, die krieg ich auch mit links geöffnet.
Trotzdem: tut weh, also wars das für heute - gut, daß wir morgen früh eh einen Arzttermin haben, Männe und ich. Wenn es dann noch wehtut, kann er gleich mal draufgucken.
Trotzdem: tut weh, also wars das für heute - gut, daß wir morgen früh eh einen Arzttermin haben, Männe und ich. Wenn es dann noch wehtut, kann er gleich mal draufgucken.
Wichtel-News
Nun ist es soweit, wir wissen nun, welche beiden Kinder wir dieses Jahr bewichteln dürfen. Ich lese mich erst einmal quer durch die Blogs und dann schauen wir mal, was wir schönes zusammen austüfteln, die Kinder und ich.
Und hier nun ein paar Infos zu unseren beiden Rackern:
Saskia ist unsere Große, inzwischen sieben Jahre alt und seit kurzem Schülerin. Sie malt für ihr Leben gern und ist mit höchster Begeisterung beim Lesenlernen dabei. Außerdem liebt sie Hello Kitty und Conni, Puzzle, Selbstgestricktes und Selbstgenähtes, badet gern und trinkt gern Tee.
Marcel ist fünf Jahre alt und ein relativ typischer Junge, was die Interessen angeht. Er liebt Spongebob und Bob den Baumeister, Dinosaurier und neuerdings Cars, ebenso wie seine Schwester Selbstgemachtes und natürlich auch baden und Tee.
Süßes essen beide gern, Allergien haben sie nicht. Beide (!) tragen Kleidergröße 122 und sind verrückt nach Playmobil und Lego, das haben sie vom Papa.
Ich hoffe, das waren genügend Informationen, ansonsten auch gern einmal durch den Blog stöbern oder einfach anonym nachfragen ;-) Wir freuen uns jedenfalls, daß es endlich losgeht, und schicken Tanja noch einmal ein dickes Dankeschön rüber!
Und hier nun ein paar Infos zu unseren beiden Rackern:
Saskia ist unsere Große, inzwischen sieben Jahre alt und seit kurzem Schülerin. Sie malt für ihr Leben gern und ist mit höchster Begeisterung beim Lesenlernen dabei. Außerdem liebt sie Hello Kitty und Conni, Puzzle, Selbstgestricktes und Selbstgenähtes, badet gern und trinkt gern Tee.
Marcel ist fünf Jahre alt und ein relativ typischer Junge, was die Interessen angeht. Er liebt Spongebob und Bob den Baumeister, Dinosaurier und neuerdings Cars, ebenso wie seine Schwester Selbstgemachtes und natürlich auch baden und Tee.
Süßes essen beide gern, Allergien haben sie nicht. Beide (!) tragen Kleidergröße 122 und sind verrückt nach Playmobil und Lego, das haben sie vom Papa.
Ich hoffe, das waren genügend Informationen, ansonsten auch gern einmal durch den Blog stöbern oder einfach anonym nachfragen ;-) Wir freuen uns jedenfalls, daß es endlich losgeht, und schicken Tanja noch einmal ein dickes Dankeschön rüber!
Hör mal, Schätzchen
Saskias Ohren machen immer noch Probleme. In der Schule fiel es zuerst auf, sie reagierte auf Ansprache manchmal gar nicht, gerade, wenn etwas mehr Trubel um sie herum herrschte. Ihre Lehrerin fragte also bei uns nach, gab auch an, daß Saskia dann und wann nuscheln würde. Da wir eh wieder einen Kontrolltermin beim Ohrenarzt hatten, bat ich ihn, doch noch einmal nachzumessen, wie gut oder schlecht sie hören würde.
Tja, es war tatsächlich so, daß sie zwar links inzwischen fast wieder normal hört, rechts aber immer noch ein stark vermindertes Hörvermögen vorliegt - und das trotz der Trommelfellschnitte und der Polypenentfernung Anfang August. Nun haben wir drei Wochen mit Ballonpusten und Nasentropfen hinter uns und heute gab es eine letzte Kontrolle: immer noch nicht besser :-(
Also gleich einen Termin für die nächste OP ausgemacht, am 14.12. bekommt sie nun beidseitig erneut einen Trommelfellschnitt und wenigstens rechts auch ein Paukenröhrchen - die linke Seite wird erst unter der OP entschieden, je nach Ausflußfarbe und -menge.
Okay, also auf ein Neues! Saskia findets witzig, sie hat ja schon die erste OP gut weggesteckt, von daher mache ich mir deswegen keine Sorgen.
Tja, es war tatsächlich so, daß sie zwar links inzwischen fast wieder normal hört, rechts aber immer noch ein stark vermindertes Hörvermögen vorliegt - und das trotz der Trommelfellschnitte und der Polypenentfernung Anfang August. Nun haben wir drei Wochen mit Ballonpusten und Nasentropfen hinter uns und heute gab es eine letzte Kontrolle: immer noch nicht besser :-(
Also gleich einen Termin für die nächste OP ausgemacht, am 14.12. bekommt sie nun beidseitig erneut einen Trommelfellschnitt und wenigstens rechts auch ein Paukenröhrchen - die linke Seite wird erst unter der OP entschieden, je nach Ausflußfarbe und -menge.
Okay, also auf ein Neues! Saskia findets witzig, sie hat ja schon die erste OP gut weggesteckt, von daher mache ich mir deswegen keine Sorgen.
Mittwoch, 17. November 2010
Schritt für Schritt
gehen wir nun voran, es geht ja auch nicht anders. Gestern abend, es war schon nach 18.30 Uhr, rief die Therapeutin zurück, die mir von anderen empfohlen wurde (kompetent, aber noch relativ neu mit ihrer Praxis, deshalb vielleicht noch Kapazitäten) und der ich gestern morgen auf den Anrufbeantworter sprach. Ich schilderte ihr noch einmal kurz, was derzeit los ist und fragte, ob wir bei ihr einen Termin bekommen könnten. Eigentlich, sagte sie, hätte sie auch nicht wirklich was frei. Oje! Sie fragte nach, von wem wir die Nummer hätten, sie stünde ja noch nicht im Telefonbuch. Ich erzählte ihr von meinen bisherigen vergeblichen Versuchen und das beide Therapeutinnen, die ich bis dahin erreicht hatte, sie mir empfohlen hatten. Okay, sagte sie, wir schauen mal. Derzeit hätten einige Patienten Therapiepause zwecks Begutachtung, so daß sie uns erst einmal die fünf Kennenlernstunden anbiete. Na, das ist doch erst einmal besser als gar nichts. So können Saskia und sie sich beschnuppern und sehen, ob sie überhaupt einen Draht zueinander finden. Wenn ja, sehen wir dann weiter, wie wir das terminlich hinbekommen, und wenn sie dann halt mal vormittags kommen muß, dann ist das so.
Hach, irgendwie macht sich ein wenig Erleichterung breit. Wir sind einen Schritt weiter. Die Therapeutin klang am Telefon sehr sehr nett, sie ist selber auch verheiratet und Mutter von zwei Kleinkindern, was mich irgendwie beruhigt. Ganz nebenbei habe ich allerdings auch den Eindruck, ich kenne diese Frau. Ich hatte vor etlichen Jahren mal eine Kollegin, nur für ein halbes oder ein Jahr lang, mit dem gleichen Namen. Okay, der ist nun nicht so selten, aber die Stimme... Nächste Woche weiß ich mehr. Dienstag um 17 Uhr geht es los, ich bitte um gedrückte Daumen, daß die Therapeutin Zugang zu Saskia findet.
Hach, irgendwie macht sich ein wenig Erleichterung breit. Wir sind einen Schritt weiter. Die Therapeutin klang am Telefon sehr sehr nett, sie ist selber auch verheiratet und Mutter von zwei Kleinkindern, was mich irgendwie beruhigt. Ganz nebenbei habe ich allerdings auch den Eindruck, ich kenne diese Frau. Ich hatte vor etlichen Jahren mal eine Kollegin, nur für ein halbes oder ein Jahr lang, mit dem gleichen Namen. Okay, der ist nun nicht so selten, aber die Stimme... Nächste Woche weiß ich mehr. Dienstag um 17 Uhr geht es los, ich bitte um gedrückte Daumen, daß die Therapeutin Zugang zu Saskia findet.
Dienstag, 16. November 2010
Jungs eben
Wo steht das eigentlich, daß Jungs so risikofreudig sind und überall die Finger dran haben müssen? Oder ist das nur hier so? Marcel jedenfalls ist sehr risikofreudig, alles muß untersucht und beäugt werden, Gefahren werden nicht gesehen. Bei der Krankenkasse haben wir bestimmt schon eine leuchtende Akte, nach jedem zweiten Unfallarztbesuch müssen wir wieder irgendwelche Fragebögen ausfüllen.
Am Wochenende schliefen die Kinder ja bei ihrer Oma. Marcel untersuchte wohl ihren Crosstrainer etwas genauer und klemmte sich dabei die linke Hand ein. Oma ist ja nun nicht blöd, hat lange genug als Kinderkrankenschwester gearbeitet und demgemäß mit Salbe und Verband die Hand bestens versorgt. Gestern morgen war sie jedoch immer noch etwas schmerzempfindlich und leicht geschwollen, zudem waren einige Stellen bläulich unterlaufen, wohl ein dicker Bluterguß. Wir wollten noch abwarten und brachten Marcel erst einmal in den Kindergarten. Männe versorgte die Hand mittags nach Marcels Wehklage wieder und konnte weiter erstmal nichts tun, da es zum einen eben Mittagszeit war und zum anderen Marcels Krankenversicherungskarte in meinem Portemonnaie ist, das ich natürlich bei mir hatte - im Büro.
Nach dem Elterngespräch schnappte ich mir dann den Lütten, es war kurz nach 15 Uhr, die Arztpraxen also wieder offen. Der Unfallarzt ein paar Straßen weiter hat ein Röntgengerät, also ging ich dort hin. Männes Einwand, dort wäre es immer viel zu überlaufen, gerade Montags, bewahrheitete sich nicht, vor uns waren nur drei oder vier Patienten dran.
Nach etwas über einer Stunde konnten wir die Praxis bereits wieder verlassen. Marcel hat wenigstens eine schwere Prellung, die erst einmal für eine Woche mit einer stabilen Schiene und einem Verband ruhiggestellt ist. Nächsten Montag dann kommt die Schiene wieder ab und erst dann wird entschieden, ob ein Röntgenbild nötig ist oder nicht. Ich denke, daß war die bessere Entscheidung, da so ein eventuell überflüssiges Röntgen vermieden wurde. Der Arzt hatte mir die Wahl überlassen: entweder Röntgen, um einen Bruch auszuschließen, was in dem Alter aber nicht so einfach ist wegen der Wachstumsfugen, dann Schiene zur Ruhigstellung. Oder gleich die Schiene zum Ruhigstellen und in einer Woche weitersehen. Hat Marcel dann immer noch Schmerzen, röntgen und wieder Schiene, sind die Schmerzen weg, war es wirklich nur eine Prellung, dann haben wir ein unnötiges Röntgenbild mit der damit einhergehenden Strahlenbelastung des ja noch sehr jungen Körpers verhindert.
Also: nächsten Montag sehen wir weiter, bis dahin ist Marcel der King im Kindergarten mit seiner schicken rot (!) verbundenen Schiene ;-)
Am Wochenende schliefen die Kinder ja bei ihrer Oma. Marcel untersuchte wohl ihren Crosstrainer etwas genauer und klemmte sich dabei die linke Hand ein. Oma ist ja nun nicht blöd, hat lange genug als Kinderkrankenschwester gearbeitet und demgemäß mit Salbe und Verband die Hand bestens versorgt. Gestern morgen war sie jedoch immer noch etwas schmerzempfindlich und leicht geschwollen, zudem waren einige Stellen bläulich unterlaufen, wohl ein dicker Bluterguß. Wir wollten noch abwarten und brachten Marcel erst einmal in den Kindergarten. Männe versorgte die Hand mittags nach Marcels Wehklage wieder und konnte weiter erstmal nichts tun, da es zum einen eben Mittagszeit war und zum anderen Marcels Krankenversicherungskarte in meinem Portemonnaie ist, das ich natürlich bei mir hatte - im Büro.
Nach dem Elterngespräch schnappte ich mir dann den Lütten, es war kurz nach 15 Uhr, die Arztpraxen also wieder offen. Der Unfallarzt ein paar Straßen weiter hat ein Röntgengerät, also ging ich dort hin. Männes Einwand, dort wäre es immer viel zu überlaufen, gerade Montags, bewahrheitete sich nicht, vor uns waren nur drei oder vier Patienten dran.
Nach etwas über einer Stunde konnten wir die Praxis bereits wieder verlassen. Marcel hat wenigstens eine schwere Prellung, die erst einmal für eine Woche mit einer stabilen Schiene und einem Verband ruhiggestellt ist. Nächsten Montag dann kommt die Schiene wieder ab und erst dann wird entschieden, ob ein Röntgenbild nötig ist oder nicht. Ich denke, daß war die bessere Entscheidung, da so ein eventuell überflüssiges Röntgen vermieden wurde. Der Arzt hatte mir die Wahl überlassen: entweder Röntgen, um einen Bruch auszuschließen, was in dem Alter aber nicht so einfach ist wegen der Wachstumsfugen, dann Schiene zur Ruhigstellung. Oder gleich die Schiene zum Ruhigstellen und in einer Woche weitersehen. Hat Marcel dann immer noch Schmerzen, röntgen und wieder Schiene, sind die Schmerzen weg, war es wirklich nur eine Prellung, dann haben wir ein unnötiges Röntgenbild mit der damit einhergehenden Strahlenbelastung des ja noch sehr jungen Körpers verhindert.
Also: nächsten Montag sehen wir weiter, bis dahin ist Marcel der King im Kindergarten mit seiner schicken rot (!) verbundenen Schiene ;-)
Ach, Kind
Gestern nun stand das Elterngespräch in der Schule an. Schon während wir warteten, wurde ich wieder von mehreren Kindern angesprochen "Saskia hat mich gehauen". Okay, wir machten uns auf alles gefaßt. Saskia selber wirkte ganz normal, sie freute sich auf die Theater-AG und holte nur kurz ihre Sachen aus dem Klassenraum, wo wir warteten. Kurz bevor wir von der Lehrerin in Empfang genommen wurden, meinte eine Schülerin zu uns, Saskia hätte ihren Ranzen ausgekippt. Moment mal! Saskia hatte draußen gespielt, kam kurz hoch, holte ihren Ranzen, grüßte uns kurz und war wieder weg. Mit dem ausgekippten Ranzen hatte sie nichts zu tun - aber sie eignet sich offenbar als Sündenbock. Ich wies die Schülerin darauf hin, daß das nicht stimmen könne und grummelte in mich hinein. Abwarten, ruhig bleiben!
Im Gespräch mit zwei Lehrerinnen dann erzählte man uns von den bisherigen Beobachtungen. Saskia ist klug, aufgeweckt und im Allgemeinen sehr beliebt. Leider kommt es in letzter Zeit jedoch immer häufiger vor, daß sie entweder handgreiflich wird oder "dicht macht" und sich entzieht. Mit männlichem Lehrpersonal kann sie offenbar nicht wirklich, zudem reibe sie sich häufiger zwischen den Beinen, was die anderen Kinder stark irritieren würde. Sie verweigert teilweise die Mitarbeit und auf Ausflügen sondert sie sich von der Gruppe ab. Insgesamt wird sie inzwischen als stark verhaltensauffällig eingestuft und man konnte uns nur den Rat geben, sie dringend einem Kinderpsychologen vorzustellen und uns dort Hilfe zu holen. In der Schule könne man nicht so wahnsinnig viel für sie tun, man wollte ihr jedoch ein Schild basteln, mit dem sie anderen signalisieren könne, das sie ihre Ruhe haben will, da sie offenbar Probleme hat, den Mund aufzumachen. So könne sie z.B. ein Schild mit einem traurigen Smiley hochhalten, wenn sie in Ruhe gelassen werden möchte. Dies könne jedoch nur eine Übergangslösung sein, sie muß lernen, sich selbst zu helfen.
Seitdem versuche ich, einen Termin bei einem Kinderpsychotherapeuten (Kinderpsychologen lassen sich im Telefonbuch und in den Gel.ben Seiten nicht finden) zu vereinbaren. Acht Anrufbeantworter, eine Einzige meldete sich selbst. Sie wäre unsere Wunschtherapeutin gewesen, da von der Schule empfohlen und von uns aus auch in kürzester Zeit zu erreichen. Leider ist sie voll und kann derzeit keine neuen Patienten annehmen. Sie gab mir zwei Nummern von neuen, frischen Kolleginnen, die eventuell noch Patienten aufnehmen. Dort: AB. Also die nächsten Nummern aus dem Telefonbuch. Heute morgen erreichte ich eine Therapeutin, die tolle Sprechzeiten hat für Anrufe neuer Patienten: jeden Dienstag von 08.45 Uhr bis 09.00 Uhr! Schwierig, aber ich habs hingekriegt. Auch sie ist voll, auch sie empfahl wieder die beiden neuen Kolleginnen. Okay, jetzt habe ich bei einer eine Bitte um Rückruf mit kurzer Problemschilderung auf dem AB hinterlassen, ich hoffe, sie meldet sich bald.
In drei Wochen erneut Elterngespräch in der Schule, bis dahin hätte ich gern was in die Wege geleitet. Noch hat Saskia Freunde, noch ist sie sehr beliebt in der Schule. Man schätzt ihre fröhliche Art, ihre schulischen Leistungen sind einwandfrei. Nur an ihrem Verhalten, ihren "Macken", muß sich dringend was ändern, bevor sie geschnitten wird.
Ach Mensch, Mädchen! Irgendwie kommen wir alle nicht zur Ruhe. Mama und Papa streßkrank, Sohn ein hibbeliger Wippsteert, warum sollte sie da bitteschön nicht auch auffällig werden?
Ich hätte auch gern ein Schild, aber die Kinder gehen immer vor :-( (das soll keine Klage sein, ich meine das so. Erst die Kinder, das ist wichtiger. Ich? Kommt Zeit, kommt Rat. Freitag Arztbesuch, fragen, was er von einer Kur halten würde)
Im Gespräch mit zwei Lehrerinnen dann erzählte man uns von den bisherigen Beobachtungen. Saskia ist klug, aufgeweckt und im Allgemeinen sehr beliebt. Leider kommt es in letzter Zeit jedoch immer häufiger vor, daß sie entweder handgreiflich wird oder "dicht macht" und sich entzieht. Mit männlichem Lehrpersonal kann sie offenbar nicht wirklich, zudem reibe sie sich häufiger zwischen den Beinen, was die anderen Kinder stark irritieren würde. Sie verweigert teilweise die Mitarbeit und auf Ausflügen sondert sie sich von der Gruppe ab. Insgesamt wird sie inzwischen als stark verhaltensauffällig eingestuft und man konnte uns nur den Rat geben, sie dringend einem Kinderpsychologen vorzustellen und uns dort Hilfe zu holen. In der Schule könne man nicht so wahnsinnig viel für sie tun, man wollte ihr jedoch ein Schild basteln, mit dem sie anderen signalisieren könne, das sie ihre Ruhe haben will, da sie offenbar Probleme hat, den Mund aufzumachen. So könne sie z.B. ein Schild mit einem traurigen Smiley hochhalten, wenn sie in Ruhe gelassen werden möchte. Dies könne jedoch nur eine Übergangslösung sein, sie muß lernen, sich selbst zu helfen.
Seitdem versuche ich, einen Termin bei einem Kinderpsychotherapeuten (Kinderpsychologen lassen sich im Telefonbuch und in den Gel.ben Seiten nicht finden) zu vereinbaren. Acht Anrufbeantworter, eine Einzige meldete sich selbst. Sie wäre unsere Wunschtherapeutin gewesen, da von der Schule empfohlen und von uns aus auch in kürzester Zeit zu erreichen. Leider ist sie voll und kann derzeit keine neuen Patienten annehmen. Sie gab mir zwei Nummern von neuen, frischen Kolleginnen, die eventuell noch Patienten aufnehmen. Dort: AB. Also die nächsten Nummern aus dem Telefonbuch. Heute morgen erreichte ich eine Therapeutin, die tolle Sprechzeiten hat für Anrufe neuer Patienten: jeden Dienstag von 08.45 Uhr bis 09.00 Uhr! Schwierig, aber ich habs hingekriegt. Auch sie ist voll, auch sie empfahl wieder die beiden neuen Kolleginnen. Okay, jetzt habe ich bei einer eine Bitte um Rückruf mit kurzer Problemschilderung auf dem AB hinterlassen, ich hoffe, sie meldet sich bald.
In drei Wochen erneut Elterngespräch in der Schule, bis dahin hätte ich gern was in die Wege geleitet. Noch hat Saskia Freunde, noch ist sie sehr beliebt in der Schule. Man schätzt ihre fröhliche Art, ihre schulischen Leistungen sind einwandfrei. Nur an ihrem Verhalten, ihren "Macken", muß sich dringend was ändern, bevor sie geschnitten wird.
Ach Mensch, Mädchen! Irgendwie kommen wir alle nicht zur Ruhe. Mama und Papa streßkrank, Sohn ein hibbeliger Wippsteert, warum sollte sie da bitteschön nicht auch auffällig werden?
Ich hätte auch gern ein Schild, aber die Kinder gehen immer vor :-( (das soll keine Klage sein, ich meine das so. Erst die Kinder, das ist wichtiger. Ich? Kommt Zeit, kommt Rat. Freitag Arztbesuch, fragen, was er von einer Kur halten würde)
Freitag, 12. November 2010
Kinder Kinder
Wird mal wieder Zeit, etwas Positives zu berichten ;-)
Saskia hat ihren ersten Deutschtest geschrieben, unangekündigt. Gestern bekamen wir ihn zur Ansicht mit der Bitte um Unterschrift und Rückgabe:


Faszinierend, wie sie mich malt - wilde Locken (ja, wenn ich in den Regen komme und naß werde), Kleid (never), aber die Brille sitzt. Immerhin lächel ich ;-)
Und Marcel hat ein neues Kunststück vom Papa gelernt und treibt uns damit langsam in den Wahnsinn:

Socken aus und hoch die Türrahmen... tja, selbstgemachte Leiden ;-)
Jetzt schlafen die beiden Racker bis Sonntag bei ihrer heißgeliebten Oma. Männe muß arbeiten, so daß ich ein bißchen Luft zum Durchschnaufen habe. Morgen Shopping mit Mama, ansonsten viel Zeit zum Kuscheln, Lesen, Nähen.... *hach* Viel zu selten, Zeit allein und zu zweit. Zwei Wochen noch, dann habe ich ein paar Tage Urlaub.
Saskia hat ihren ersten Deutschtest geschrieben, unangekündigt. Gestern bekamen wir ihn zur Ansicht mit der Bitte um Unterschrift und Rückgabe:


Faszinierend, wie sie mich malt - wilde Locken (ja, wenn ich in den Regen komme und naß werde), Kleid (never), aber die Brille sitzt. Immerhin lächel ich ;-)
Und Marcel hat ein neues Kunststück vom Papa gelernt und treibt uns damit langsam in den Wahnsinn:

Socken aus und hoch die Türrahmen... tja, selbstgemachte Leiden ;-)
Jetzt schlafen die beiden Racker bis Sonntag bei ihrer heißgeliebten Oma. Männe muß arbeiten, so daß ich ein bißchen Luft zum Durchschnaufen habe. Morgen Shopping mit Mama, ansonsten viel Zeit zum Kuscheln, Lesen, Nähen.... *hach* Viel zu selten, Zeit allein und zu zweit. Zwei Wochen noch, dann habe ich ein paar Tage Urlaub.
Montag, 8. November 2010
Haben wir etwas falsch gemacht
in unserer Erziehung oder ist das mal wieder "so eine Phase"?
Heute mittag, ich hatte just Feierabend gemacht und war auf dem Heimweg, klingelte das Handy. Saskias Klassenlehrerin war dran, sie bat darum, Saskia abzuholen, sie würde sich nicht einkriegen, schlage und trete die anderen Kinder und zicke nur herum. Ausgerechnet heute hatte natürlich die Schulsozialdingsda mal frei, so daß sie sich nicht anders zu helfen wisse. Okay, Männe kurz Bescheid gegeben und ab zur Schule.
Saskia hatte nicht nur Mitschüler geschlagen, sondern auch zwei Lehrer, ihre Klassenlehrerin und die Lieblingslehrerin aus der Bücherei. Sie riß die Fotos der Mädchen aus dem Regal, zickte herum und war nicht bereit, sich zu unterhalten oder auch nur zu beruhigen. Warum, das haben wir nicht wirklich aus ihr herausbekommen, sie war sehr verstockt und versuchte, auszuweichen oder abzulenken. Auch in der Nachmittagsbetreuung sei das schon mehrfach vorgekommen...
Mensch, so geht das doch nicht! Was sollen wir nur tun?
Nächste Woche dann Elterngespräch in der Schule - na prima :-(
Heute mittag, ich hatte just Feierabend gemacht und war auf dem Heimweg, klingelte das Handy. Saskias Klassenlehrerin war dran, sie bat darum, Saskia abzuholen, sie würde sich nicht einkriegen, schlage und trete die anderen Kinder und zicke nur herum. Ausgerechnet heute hatte natürlich die Schulsozialdingsda mal frei, so daß sie sich nicht anders zu helfen wisse. Okay, Männe kurz Bescheid gegeben und ab zur Schule.
Saskia hatte nicht nur Mitschüler geschlagen, sondern auch zwei Lehrer, ihre Klassenlehrerin und die Lieblingslehrerin aus der Bücherei. Sie riß die Fotos der Mädchen aus dem Regal, zickte herum und war nicht bereit, sich zu unterhalten oder auch nur zu beruhigen. Warum, das haben wir nicht wirklich aus ihr herausbekommen, sie war sehr verstockt und versuchte, auszuweichen oder abzulenken. Auch in der Nachmittagsbetreuung sei das schon mehrfach vorgekommen...
Mensch, so geht das doch nicht! Was sollen wir nur tun?
Nächste Woche dann Elterngespräch in der Schule - na prima :-(
Samstag, 6. November 2010
Novemberküche
Kaum wird es abends früher dunkel und draußen ungemütlich, habe ich wieder Lust auf etwas Herzhaftes zum Mittagessen. Heute auf dem Wochenmarkt ließ ich mich vom Angebot inspirieren und nahm eine Steckrübe (1 kg, 1,- Euro) und ein Pfund Bauchfleisch (1,70 Euro) mit. Kartoffeln hatte ich noch, so daß klar war, daß es heute einen Steck- bzw. Kohlrübeneintopf geben würde.
Zwei Zwiebeln grob würfeln, in etwa 30 g Fett anbraten, dann etwa 800 ml Gemüsebrühe aufgießen und zum Kochen bringen. Die gewürfelte Steckrübe, das Bauchfleisch und ein Lorbeerblatt hineingeben und etwa 20 Minuten kochen lassen. Dann kommen die ebenfalls gewürfelten Kartoffeln (ca. 1 Pfund = 0,40 Euro) dazu und das Ganze darf noch einmal 25 Minuten kochen. Abgeschmeckt wird mit Pfeffer, Salz und Muskat. Das Bauchfleisch nur noch in mundgerechte Stücke oder Scheiben schneiden und fertig.

Unkompliziert, günstig und wenig Aufwand - so mag ich das!
Zwei Zwiebeln grob würfeln, in etwa 30 g Fett anbraten, dann etwa 800 ml Gemüsebrühe aufgießen und zum Kochen bringen. Die gewürfelte Steckrübe, das Bauchfleisch und ein Lorbeerblatt hineingeben und etwa 20 Minuten kochen lassen. Dann kommen die ebenfalls gewürfelten Kartoffeln (ca. 1 Pfund = 0,40 Euro) dazu und das Ganze darf noch einmal 25 Minuten kochen. Abgeschmeckt wird mit Pfeffer, Salz und Muskat. Das Bauchfleisch nur noch in mundgerechte Stücke oder Scheiben schneiden und fertig.

Unkompliziert, günstig und wenig Aufwand - so mag ich das!
Donnerstag, 4. November 2010
Schnippseleien
Endlich! Geschafft! Die Hose für Marcel ist fertig und ICH HAB SIE GENÄHT!!! *uff*


Merkt man, daß ich an dem Ding ganz schön zu knabbern hatte? Der Cord nervte, da er fusselte, mit dem Reißverschluß stehe ich auf Kriegsfuß, ganz besonders mit dem Untertritt - wer denkt sich sowas bloß aus? Ich muß mal gucken gehen, ob ich irgendwo eine Anleitung finde, die auch für Nähgasteniker geeignet ist.
Jetzt ist sie jedenfalls fertig und soll gleich morgen im Kindergarten getragen werden - hat der junge Herr so bestimmt. Und da sie ein ganz klein wenig zu weit ist am Bund, wird dazu der ebenfalls selbstgemachte Gürtel getragen - wie schön, daß auf Hose und Gürtel das gleiche Webband drauf ist ;-)


Jetzt muß ich erst einmal in Ruhe sortieren, was als nächstes genäht wird. Im Schrank liegen noch ein paar Kilo Kirschkerne, auf dem Nähtisch der Streifenjersey für Mützen, das dürften die nächsten Nähprojekte sein. Mir wird bestimmt nicht langweilig.
Ende des Monats steht wieder ein zweiwöchiger Urlaub an, der auch nötig ist. Ich habe immer noch arge Probleme, mal abzuschalten - wie denn aber auch? Der Alltag hört ja schließlich nicht auf, nur weil ich mal nicht hinterherkomme.
Ach, meine Flohmarktschnäppchen wollte ich vorzeigen:
Rechts sieht man eine Baumwolltischdecke mit Marienkäferdruck. Da weiß ich noch nicht, ob es eine Tischdecke bleibt oder ich mit der Schere beherzt hineinschneide und etwas anderes draus nähe.

Und links sieht man Vorder- und Rückseite eines ehemaligen Bettdeckenbezuges mit den klassischen Sesamstraßenfiguren. Leider gab es keinen Kopfkissenbezug dazu, aber so fiel es mir hier nicht schwer, die Schere anzusetzen. Jetzt habe ich zwei große Stoffstücke, einmal in blau, einmal in weiß, über und über mit Ernie und Bert, Grobi, Krümelmonster und Bibo bedruckt :-) Da werden sicher nicht nur Kirschkernkissen draus genäht!
Jetzt geht es gleich auf die Couch, Donnerstags muß ich Bones und CSI gucken, sonst bin ich nicht glücklich ;-)


Merkt man, daß ich an dem Ding ganz schön zu knabbern hatte? Der Cord nervte, da er fusselte, mit dem Reißverschluß stehe ich auf Kriegsfuß, ganz besonders mit dem Untertritt - wer denkt sich sowas bloß aus? Ich muß mal gucken gehen, ob ich irgendwo eine Anleitung finde, die auch für Nähgasteniker geeignet ist.
Jetzt ist sie jedenfalls fertig und soll gleich morgen im Kindergarten getragen werden - hat der junge Herr so bestimmt. Und da sie ein ganz klein wenig zu weit ist am Bund, wird dazu der ebenfalls selbstgemachte Gürtel getragen - wie schön, daß auf Hose und Gürtel das gleiche Webband drauf ist ;-)


Jetzt muß ich erst einmal in Ruhe sortieren, was als nächstes genäht wird. Im Schrank liegen noch ein paar Kilo Kirschkerne, auf dem Nähtisch der Streifenjersey für Mützen, das dürften die nächsten Nähprojekte sein. Mir wird bestimmt nicht langweilig.
Ende des Monats steht wieder ein zweiwöchiger Urlaub an, der auch nötig ist. Ich habe immer noch arge Probleme, mal abzuschalten - wie denn aber auch? Der Alltag hört ja schließlich nicht auf, nur weil ich mal nicht hinterherkomme.
Ach, meine Flohmarktschnäppchen wollte ich vorzeigen:
Rechts sieht man eine Baumwolltischdecke mit Marienkäferdruck. Da weiß ich noch nicht, ob es eine Tischdecke bleibt oder ich mit der Schere beherzt hineinschneide und etwas anderes draus nähe.

Und links sieht man Vorder- und Rückseite eines ehemaligen Bettdeckenbezuges mit den klassischen Sesamstraßenfiguren. Leider gab es keinen Kopfkissenbezug dazu, aber so fiel es mir hier nicht schwer, die Schere anzusetzen. Jetzt habe ich zwei große Stoffstücke, einmal in blau, einmal in weiß, über und über mit Ernie und Bert, Grobi, Krümelmonster und Bibo bedruckt :-) Da werden sicher nicht nur Kirschkernkissen draus genäht!
Jetzt geht es gleich auf die Couch, Donnerstags muß ich Bones und CSI gucken, sonst bin ich nicht glücklich ;-)
Labels:
Allgemeines,
ich so,
Näharbeiten,
Selbstgemacht,
Sohn
Montag, 1. November 2010
Saskia erklärt die Welt
Abonnieren
Posts (Atom)
