Freitag, 30. April 2010

Rummelbesuch

Seit heute ist wieder Freimarkt in der Stadt. Das erste, was auffällt: kaum ist Markt, regnet es. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche - okay, meistens, es gab in den letzten 30 Jahren gelegentlich mal Ausnahmen von dieser Regel ;-)

Eine Runde mit den Kindern ist

1. lang - wir haben eine Stunde gebraucht, und das bei diesem Minimarkt
2. teuer - für ein paar Karussellfahrten und einmal Eisessen gingen gut 40,- Euro drauf
3. spannend

Inzwischen bleibt Marcel sitzen, sobald ein Karussell sich in Bewegung setzt. Insofern konnten wir uns etwas entspannen. Dafür ist Saskia ja nun ein großes Mädchen, das immerhin nach den Ferien eingeschult wird - also will sie auch in die schnelleren Karussells, bei denen Marcel noch staunend abwinkt.

Heute sollte es die St. Petersburger Schlittenfahrt sein. Okay, sah von der Geschwindigkeit her akzeptabel aus, also erbarmte ich mich und bin mit ihr hinein. Saskia war ganz zappelig und aufgeregt und versicherte sich immer wieder, daß ich sie auch gut festhalten würde. Als die Fahrt dann losging, verkrampfte sie erst einmal. Okay, ich auch, das Teil quietschte und ruckelte, als ob es den TÜV dieses Jahr nur von Weitem gesehen hätte. Also fing ich an zu reden, mir stand nicht der Sinn nach einer ewiglangen Fahrt mit einem panischen Kind an meiner Seite. "Alles in Ordnung, Saskia. Ich halte Dich fest, es kann nichts passieren. Das war nur die Nebelmaschine, es brennt nicht... Stell Dir vor, Du sitzt im Polarexpress". Das war offenbar das richtige Stichwort, denn plötzlich gackerte dieses Kind neben mir los und fing an zu kreischen und zu schreien - nicht vor Angst - vor Freude!

"Noch schneller"
"Noch schneller"
"Noch schneller"

Zwei Worte - die ganze Fahrt lang, dann kam endlich was neues dazu: "Wie, schon vorbei? Nochmal bitte, Mama, nochmal"


Nachtrag:
Männe besteht darauf, mitzuteilen, daß er NICHT gekotzt hätte. Okay, hiermit erledigt ;-)

Donnerstag, 29. April 2010

Wie erkenne ich einen Schlaganfall

Heute bei Brigitte im Blog gefunden und das Thema für sehr wichtig befunden, da ich selber auch schon drüber nachgedacht habe - wie erkennt man eigentlich einen Schlaganfall?

Ein wahres Ereignis:

Während gegrillt wurde, stolperte Ingrid und fiel hin.
Man bot ihr an, einen Krankenwagen zu rufen, doch sie versicherte allen, dass sie OK war und sie nur wegen ihrer neuen Schuhe über einen Stein gestolpert sei.Weil sie ein wenig blass und zittrig wirkte, half man ihr, sich zu säubern und brachte ihr einen neuen Teller mit Essen. Ingrid verbrachte den Rest des Abends heiter und fröhlich.Ingrids Ehemann rief später an und ließ alle wissen, dass seine Frau ins Krankenhaus gebracht worden war.Um 23.00 Uhr verstarb Ingrid. Sie hatte beim Grillen einen Schlaganfall erlitten.Hätten ihre Freunde gewusst, wie man die Zeichen eines Schlaganfalls deuten kann, könnte Ingrid heute noch leben.Manche Menschen sterben nicht sofort. Sie bleiben oft lange in einer auf Hilfe angewiesen, hoffnungslosen Situation.
Es dauert nur 1 Minute, das Folgende zu lesen...

Ein Neurologe sagte, dass wenn er innerhalb von 3 Stunden zu einem Schlaganfallopfer kommen kann, er die Auswirkung eines Schlaganfalls aufheben könne. Er sagte, der Trick wäre, einen Schlaganfall zu erkennen, zu diagnostizieren und den Patienten innerhalb von 3 Stunden zu behandeln, was allerdings nicht leicht ist.

Erkenne einen Schlaganfall:

Es gibt 4 Schritte, an die man sich halten sollte, um einen Schlaganfall zu erkennen.

-Bitte die Person, zu lächeln (sie wird es nicht schaffen).
-Bitte die Person, einen ganz einfachen Satz zu sprechen (zum Beispiel: "Es ist heute sehr schön.").
-Bitte die Person, beide Arme zu erheben (sie wird es nicht oder nur teilweise können).
-Bitte die Person, ihre Zunge heraus zu strecken (Wenn die Zunge gekrümmt ist, sich von einer Seite zur anderen windet, ist das ebenfalls ein Zeichen eines Schlaganfalls.)
Falls er oder sie Probleme mit einem dieser Schritte hat, rufe sofort den Notarzt und beschreibe die Symptome der Person am Telefon.

Ein Kardiologe hat gesagt, wenn man diese Mail an mindestens 10 Leute schickt, kann man sicher sein, dass irgendein Leben – eventl. auch unseres – dadurch gerettet werden kann."

Ein bißchen traurig

bin ich schon, daß gestern das letzte Mal Musikschule für uns war - aber da wir nicht genau wissen, wie es bei Marcel weitergeht, war es besser, zu kündigen, statt später zu zahlen und nicht mehr hingehen zu können.

Ich habe nur manchmal das Gefühl, daß Saskia und ich weitaus mehr Spaß an den Stunden hatten - immerhin wissen auch wir beide inzwischen, welcher Finger auf welche Keyboardtaste gehört, wenn es denn wieder heißt: "Do-Re-Mi-Fa-So-La-Ti" ;-)

Mit der Musikschulleiterin ist jedenfalls abgesprochen, daß wir, wenn es die Zeit erlaubt, nach dem Sommerferien gern auch wieder einsteigen können, egal mit welchem Kind, da Saskia ja auch auf dem Laufenden ist. Also: schauen wir mal!

Mittwoch, 28. April 2010

Paketlieferung die 1.

Heute kam das erste Paket von Nestle an und es war seeeehr gut bestückt - seht selbst:

Großes Staunen bei meinem Bruder - sooo viel?


Erster Blick in das Paket und

schon ging das geschwisterliche Gezanke los ;-)

Von den kleinen Probierpackungen waren insgesamt 30 in dem Paket - waren... die ersten hat mein Bruder sich schon für sich (und angeblich seine Freunde, höhö) unter den Nagel gerissen, die nächsten hat Männe sich für das morgige Frühstück bereitgestellt.

Die Kinder fingen an zu heulen, als ich erklärte, wir würden frühestens am Wochenende die Zeit zum Probieren haben und handelten prompt einen Kompromiss aus: morgen gibt es das zweite Frühstück halt zum Abendbrot *grins*

Also: verhungern werden wir in den nächsten Tagen nicht - sofern die Flakes denn schmecken, aber davon gehe ich bei Nestle aus!

Urlaubsreif

bin ich allmählich, die Akkus sind fast leer, die Reserven reichen nur noch für das Nötigste. Selbst zum abendlichen Stricken habe ich keine Lust mehr, und das will was heißen!

Die vergangenen Wochen waren anstrengend, da ich im Büro sämtliche Schreibarbeiten alleine schaffen mußte - meine Kollegin war ja mit einem MS-Schub krankgeschrieben. Nun ist sie seit gestern wieder da und offenbar auch einsatzbereit, so daß ich sehr hoffe, daß meinem Urlaub ab nächster Woche nichts im Wege steht *daumendrück*

Entschieden wird das allerdings erst morgen...

Jetzt geht es Schlag auf Schlag

was das Produkte-Testen bei http://www.trnd.com/ angeht - am Wochenende kam die Zusage, daß auch die Dampfgarbeutel für die Mikrowelle von Toppits getestet werden dürfen. Da bin ich ganz besonders drauf gespannt, den oft ist es so, daß es mittags husch husch gehen muß und dementsprechend die gesunde Ernährung etwas auf der Strecke bleibt, weil ich an den Arbeitstagen erst um 13 Uhr Feierabend habe und entsprechend spät zu Hause bin.

Wollen wir doch mal schauen, ob diese Beutelchen uns da ein bißchen weiterhelfen können...

Donnerstag, 22. April 2010

Trnd-Projekt die 2.

Zum zweiten Mal habe ich es nun geschafft, an einem Trend-Projekt teilnehmen zu können. Nach dem Weichspülertest im letzten Jahr dürfen wir diesmal Nestle Fitness-Flakes knuspern *freu*

Ab demnächst denn hier nicht mehr nur Brot oder Brötchen, sondern endlich auch mal wieder Flakes zum Frühstück - ich werde berichten!

Zeitverbringding für Näherinnen

oder: wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum suchen - aber nachdem ich in meinem Stoffschrank fast den Überblick verlor, habe ich ihn heute einmal komplett ausgeräumt, die Stoffe alle aufs Bett getan und dann Stoff für Stoff unter die Lupe genommen: ausgemessen, auf Verwendbarkeit geprüft, ordentlich zusammengelegt, Zettel mit den Maßen dran und dann rein in den Schrank: oben alles, was für Kleidung in nächster Zeit eingeplant ist, unten der ganze Rest. Seht selbst:




Also, ich weiß, was ich heute getan habe. Und ich habe festgestellt, dass Trennen auch nicht unbedingt wehtut, sind doch einige Stoffe im Müllcontainer gelandet, die für mich absolut unbrauchbar waren. Gottseidank hatte ich dafür kein Geld ausgegeben, es waren Stoffe meiner Nachbarin, die mir ihre Vorräte überlassen hat.

Mittwoch, 21. April 2010

Unglaublich, dieser Bengel

Marcel ist in der hiesigen Musikschule für einen Frühförderkurs angemeldet, nennt sich "Hörbie und Tönchen". Kinder ab 4 können mitmachen und lernen spielerisch die Noten und - ganz nebenbei - das Keyboardspielen.

Er ist ein sehr ungeduldiger Schüler, eine Stunde lang in der Woche stillsitzen ist einfach nicht sein Ding. Dennoch konnte ich im vergangenen Jahr immer wieder feststellen, daß er alles mitbekam und auch singen und spielen konnte, auch wenn er in der Stunde noch so sehr rumgekaspert hatte.

In den letzten vier Wochen waren wir nicht da, zunächst waren Ferien, dann war er einmal krank, beim nächsten Mal passte es mir zeitlich so gar nicht. Heute sind wir also wieder hin. Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, weil wir zu Hause nicht einmal die geforderten Wiederholungen des Unterrichtsstoffes gemacht hatten - Herr Zappelphilipp hatte keine Lust, wollte lieber klimpern.

Als wir dort ankamen, hörten wir, daß heute und kommende Woche dann Einzelprüfungen stattfinden sollten, um festzustellen, ob der Unterrichtsstoff sitzt, denn das erste Unterrichtsjahr ist fast vorbei. Ups! Und das ohne Üben? Egal, ich schob gedanklich Marcels Prüfung schon auf nächste Woche und plante Sonderschichten am Wochenende, damit er sich (und mich) nicht vollends blamiert ;-)

Gegen Ende der Stunde fragte die Leiterin, wer denn nun zuerst geprüft werden möchte - und Marcel meldete sich als Erster. Er ging vor, kasperte etwas herum, wurde von der Leiterin zurechtgestutzt (sie macht das wirklich toll, jahrelange Übung mit Kindern halt) und plötzlich klappte es: Marcel sang zur CD ein Lied, er sang Noten zur Klavierbegleitung und er spielte selber ein Lied am Keyboard.

Klasse, dieses Kerlchen! Ohne Üben mit Bravour bestanden - ich bin echt stolz auf ihn!!!!

Freitag, 16. April 2010

Busfahren als Erlebnisreise

Mit Marcel Bus zu fahren, ist immer wieder ein Erlebnis. Er sieht Dinge, die mir gar nicht auffallen - oder er interpretiert sie einfach mal auf seine Weise. So heute, als er den Aufkleber auf der Fensterscheibe studierte und zu mir sagte: "Guck mal, Mama, Spinnen dürfen nicht Busfahren, die muß man mit dem Nothammer plattmachen!"

Hinter uns konnte sich ein älterer Herr das Lachen kaum verkneifen, während ich Marcel den Aufkleber genauer erklärte.

Kinder!

Foto des Aufklebers kann ich leider nicht liefern, mir fehlt ein USB-Kabel fürs Handy :-(

Donnerstag, 15. April 2010

Hals- und Beinbruch

Jeden Abend bekommen die Kinder eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Mal ein Pixi-Buch, mal ein "normales" Buch, je nach Wunsch und Laune. Besonders beliebt sind hier die Conni-Geschichten. Heute gab es "Conni kommt ins Krankenhaus", in dem sich Conni das Bein bricht, ins Krankenhaus kommt, geröntgt und operiert wird und schließlich nach einiger Zeit das Krankenhaus wieder verläßt.

Die Kinder hatten gefragt, ob sie auch schon einmal geröntgt worden sind. Ja, sogar beide schon. Beide am Kopf nach Stürzen, zur Sicherheit. Ernsthaft passiert war gottseidank nichts *aufholzklopf*

Nachdem beide Kinder dann im Bett lagen, zugedeckt wurden und Küsschen verteilt waren, verließ ich kurz die Wohnung, um ein paar Stockwerke höher eine Glühbirne auszutauschen. Nach meiner Rückkehr meinte Männe schmunzelnd zu mir, daß Marcel sich am Kopfende seines Bettes gestoßen hatte und mit leidender Miene verlangte, man möge ihn ins Krankenhaus bringen, er habe sich gerade das Gehirn gebrochen...

Kinder!

Mittwoch, 14. April 2010

Bildliches

Hatten wir schon lange nicht mehr: Bilder ;-)

Marcel bekam zu seinem Geburtstag eine ganz besondere Wandlampe: eine ehemalige Leuchtreklame von Play.mobil aus einer Geschäftsauflösung, günstig ersteigert im großen Auktionshaus:



Und das sind nun meine ersten selbstgenähten (aber nicht selbst entworfenen) Handtaschen nach einem neueren Burda-Schnitt - superleicht zu nähen und ordentlich Platz drin, Unterlagen in A4-Format lassen sich locker verstauen oder aber auch mal ein kleiner Einkauf. Ich verlasse das Haus nicht mehr ohne (und das mir! die nie! Handtaschen wollte):



Auch wenn sie etwas kraus waren nach dem Wenden, habe ich noch nie so viel gebügelt wie am vergangenen Wochenende ;-)

(die Kinder dachten doch tatsächlich, ich hätte ihnen Kindergartentaschen genäht und stritten sich darum, wer die helle und wer die dunkle Tasche nehmen darf. Als ich klargestellt hatte, daß die beiden Taschen nur! mir! gehören!, gab es erstmal dicke Tränen. Verwöhnte Gören, die!)

Einfach mal die Schnautze halten,

oder wie?

Komisch: um so weniger ich schreibe, um so mehr Besucher habe ich hier ;-)

Samstag, 10. April 2010

Unlust

Kein Bock, etwas zu schreiben.

Viel lieber an der Nähmaschine und an den Stricknadeln.

Ich bin dann mal handarbeiten....

Freitag, 2. April 2010

Geschafft!

Und wieder haben wir einen Kindergeburtstag gut rumgekriegt *uff*

Warum macht man sich vorher eigentlich immer Gedanken um Programm und plötzlich aufkommende Langeweile? Nachdem alle Kinder da waren und alle Geschenke vom lästigen Papier befreit, veranstalteten wir ein Kinderzimmerpicknick mit Kuchen, Torte und Negerküssen. Unser Küchentisch hätte sechs Kinder nicht überstanden, außerdem haben wir nur vier Stühle - die Kinder fandens prima. Auch, das ordentlich gekrümelt werden durfte und hinterher nur mit Handfeger und Schaufel aufgeräumt wurde.

Nachdem alle soweit gesättigt waren, wurden als nächstes Styroporeier mit gefärbtem Reis verschönert (Idee von hier), dann - nach nochmaligem Fegen - rückte ich die echten Kuchenteller (vorher gabs ja nur Pappteller) und die Porzellanstifte raus und die Kinder durften sich jeder einen Teller selbst gestalten. Nachdem auch das geschafft war, spielten die Kinder munter miteinander und dem hier ja nun tonnenweise vorhandenem Spielzeug, bis ich sie in die Küche rief zum Pizzagestalten. Nach kurzem Überbacken im Ofen wurden auch schon die ersten beiden Kinder während des Abendbrot-Picknicks abgeholt und kurze Zeit später gingen auch die restlichen Besucher.

Saskia und Marcel schlafen heute Nacht sicherlich tief und fest, der Tag war lang, anstrengend und für die beiden sicher auch schön.

Die Teller sind im Ofen und müssen nur noch abkühlen, nächste Woche bekommt dann jeder sein Kunstwerk als Erinnerungsstück überreicht.

Jetzt erst einmal ein halbes Jahr Ruhe *doppeluff*

(erwähnte ich schon einmal, daß ich Kindergeburtstage nicht wirklich mag?)
((darf man eigentlich Negerküsse sagen, wenn zwei Besucherkinder dunkelhäutig sind? Die Beiden und ihre Mama hat es jedenfalls nicht gestört))