Sonntag, 26. September 2010

Platt

sind wir, alle vier! Das Wochenende war anstrengend, hatten wir doch unseren ersten Übernachtungsgast! Lina ist die weibliche Version von Marcel, genauso süß und nervig und schlau und anstrengend und und und...

Gestern um kurz nach 17 Uhr traf sie hier ein, brachte ihr Bettzeug, eine Gästematratze und ein Handköfferchen voll mit Klamotten und Kuscheltieren mit. Kaum war ihre Mama zur Tür raus, forderte sie erst einmal Abendbrot, sie hätte ja sooo einen Hunger (kennt ihr das? woanders benehmen sich Kinder immer, als hätte man sie die ganze Woche im Keller einge.sperrt und erst am Wochenende wieder rausgeholt, damit sie sich dann bei Besuchen den Bauch vollschlagen können? - meine sind genauso!).

Nach dem Essen wurde dann erst einmal zu dritt gespielt, bis gegen 19 Uhr nach dem versprochenen Film gefragt wurde. Also suchte ich die Kassette raus, während die drei sich umzogen, ich verfrachtete sie aufs Sofa und dann schauten sie relativ einträchtig Lauras Stern, während ich etwas las.

Um 20.30 Uhr hatte Lina keine Lust mehr, sie wäre nun müde. Also Zähne putzen, Kinder in die Betten und dann hieß es abwarten, was passiert. Zunächst einmal war Marcel am Heulen. Er wollte nicht allein in seinem Zimmer schlafen, während die Mädels bei Saskia noch kicherten und spielten - eine halbe Stunde vorher bestand er noch darauf, in seinem Zimmer zu übernachten, dort hätte er schließlich seine Ruhe. Nach einiger Diskussion durfte Marcel umziehen, was der Lautstärke im Zimmer ordentlich Auftrieb gab. Ein paar Mal ging ich dazwischen, wenn es überhand nahm. Gegen 22 Uhr kehrte Ruhe ein, nachdem Marcel wieder in sein Zimmer zurückkehren mußte. Lina fürchtete böse Träume und wollte (zum vierten Mal an diesem Abend) zu ihrer Mami, ich ging inzwischen fast auf dem Zahnfleisch - hinten die trotzenden Kinder, vorne den meckernden Mann wegen der Unruhe, dazwischen ich mit Rücken und müde...

Um 22.30 Uhr schliefen die Kinder. Männe ging ins Bett, ich drehte noch eine kurze Blogrunde und dann sank auch ich in die Kissen - wer weiß, wann die Nacht enden würde.


Sie endete um 8.22 Uhr, als Marcel meinte, er hätte genug geschlafen, dann müßten die Mädels auch aufstehen *stöhn* Also gemeinsames Aufstehen, Männe kehrte gerade mit frischen Brötchen heim nach seinem Flohmarktbesuch. Eier kochen, Kakao anrühren, Tisch decken und dann: Raubtierfütterung. Hinterher Küche putzen, die Kinder zogen sich freiwillig (!) und ohne Aufforderung (!!) um, anschließend wieder gemeinsames friedliches Spielen. Zwischendurch rief ich die Bande wieder in die Küche, ich hatte versprochen, daß sie einen Apfelkuchen backen durften. Abwechselnd wurde nun der Teig gerührt (mit dem Schneebesen) und die Äpfel in verschieden große Stücke geschnitten, während ich die Springform fettete und den Ofen vorheizte. Während der Kuchen dann im Ofen garte, guckten die Kinder den Film vom Vorabend zu Ende und tobten durch die Wohnung. Ich nähte Saskias neuen Rock fertig und um 12.30 Uhr wurden wir dann endlich erlöst, sprich, Lina wurde von ihren Eltern abgeholt.

Es war schön, aber auch irre anstrengend! Linas Mama, meiner Freundin Heike, habe ich dringend angeraten, bei der Gegenübernachtung nur ein Kind zu nehmen, das andere könne dann bei der Oma schlafen - womit sie durchaus einverstanden war; wir kennen ja unsere Kinder ;-)

Den Rest des Tages hingen wir ziemlich in den Gräten, wir waren doch alle ziemlich geschlaucht. Gut, daß man bei dem Wetter eh nichts gescheites hätte unternehmen können, es hat den ganzen Tag ununterbrochen Bindfäden geregnet *bäh*

Freitag, 24. September 2010

Kindergeburtstag ade

Eigentlich hätte morgen der Kindergeburtstag gefeiert werden sollen, Saskia hatte drei Freundinnen eingeladen. Eigentlich...

Leider war Madame wiederholt der Meinung, in der Schule ihre Meinung mit Händen und Füßen durchsetzen zu müssen, statt den Mund aufzumachen. Erst am Montag beschwerte sich eine Klassenkameradin bei mir, Saskia hätte sie nachmittags auf dem Schulhof getreten, weil sie nicht schnell genug die Rutsche runterkam. Natürlich habe ich mit Saskia darüber gesprochen, daß es so nicht gehen würde, es war ja nicht das erste Mal (wenn ich überlege, was Marcel ab und zu einstecken muß... aber er ist auch nicht ohne). Jedenfalls half es alles nichts, es wurde angedroht, daß bei einem weiteren Vorfall dieser Art die Geburtstagsfeier am Samstag ausfallen würde.

Als ich am Mittwoch Nachmittag den Schulhof betrat, wurden die Kinder gerade hereingerufen, um ihre Sachen zusammenzupacken und das Abschiedslied anzustimmen. Ich sah Saskia ins Gebäude laufen und setzte mich auf eine der Bänke, während Marcel spielte. Die Sonne schien, der Tag war schön... Da kam eines der größeren Mädchen wieder herausgelaufen, um den Lehrer hereinzurufen, der die Nachzügler einsammelte: "Mark, kommen Sie bitte, Saskia boxt schon wieder".

Ich habe erst einmal abgewartet, was passieren würde. Männe rief ich eben an, um kurz mit ihm abzustimmen, ob wir bei der Drohung bleiben würden - ja, wir ziehen an einem Strang. Als Saskia herauskam, blieb ich ruhig sitzen, rief sie zu mir und ließ mir vom Tag berichten. Viel erzählt sie eh nie, also sprach ich sie darauf an, was eben in der Betreuung vorgefallen wäre. Sie gab direkt zu, daß sie zwei andere Mädchen geboxt hätte, da diese sie "gestört" hätten, sie hätte ihre Ruhe haben wollen. Auf meine Nachfrage, ob sie die Mädchen denn gebeten hätte, woanders zu spielen, antwortete sie mit Nein. Also sagte ich ihr nur, daß damit dann klar wäre, daß die Geburtstagsfeier ausfallen würde.

Oh, da schossen ihr die Tränen nur so aus den Augen, das Geheule war natürlich groß. Ich nahm sie also in den Arm und erklärte ihr noch einmal, daß wir nicht wollen, daß sie andere Kinder schlägt oder tritt und wie sie sich stattdessen verhalten könnte. Dennoch blieb ich dabei, die Feier fällt aus. Nachdem sie sich wieder beruhigt hatte, schickte ich sie noch ein wenig zum Spielen, das Wetter war einfach zu schön, um nach Hause zu gehen.

Ich rief dann meine Freundin an und erzählte ihr, daß die Feier nicht stattfinden würde, sie aber ihre Tochter, die ja bei uns auch übernachten sollte, dennoch vorbeibringen könne. Wir einigten uns darauf, daß Lina später hergebracht wird, damit die Trennung von Feier und Übernachtung auch dadurch deutlich wird. Unsere Gründe für die Absage konnte sie voll und ganz nachvollziehen.

Männe rief bei seinem besten Freund an, um ihm Bescheid zu geben. Auch dort: vollstes Verständnis.

Abends dann erreichte ich noch die Mutter von Saskias Klassenkameradin. Wann wir denn die Feier nachholen würden, war die Frage. ??? Ich sagte, daß die Feier komplett ausfalle, wo wäre denn der Lerneffekt, wenn wir alles nur um ein oder zwei Wochen verschieben würden? Sie meinte, genau wie ihr Mann am nächsten Morgen auch, daß wir zu hart reagieren würden. Ich denke, daß das nicht so ist. Saskia ist oft genug gewarnt worden. Über andere Strafen lacht sie doch nur - Fernsehverbot zum Beispiel? "Ich wollte sowieso nicht fernsehen heute/diese Woche" - Hausarrest? - Wer wird denn dabei bestraft? Saskia bestimmt nicht, das Kinderzimmer ist voll mit interessanten Dingen - Spielzeug wegnehmen? - wo fängt man da an, es ist doch jeden Tag was anderes interessant? - und geschlagen wird hier nicht (ich erinnere mich noch, als Kind hätte man mir den Hintern versohlt - wir habens alle er- und überlebt, der Lerneffekt war auch nicht der Größte, man ließ sich einfach nicht mehr erwischen bei dem, was man anstellte).

Was wären denn sonst noch Strafen, die bei einer zickigen Siebenjährigen etwas bewirken? Etwas ratlos sind wir schon....

Montag, 20. September 2010

Äh, wie jetzt?

Na, wie gut, daß ich ihn schon auf dem Foto auf seiner Homepage mehr als unsympatisch fand. Dennoch wollte ich die Chance nutzen, von der 400-Euro-Stelle auf eine Teilzeitstelle upzugraden - aber nicht mehr nach diesem Schrieb hier (in rot kleine Anmerkungen von mir):

... ich bin davon ausgegangen, dass ich bereits in meiner letzten E-Mail verdeutlicht habe, das aufgrund des Kanzleizusammenschlusses (ja, Einzelanwalt ohne Sekretärin schließt sich mit Einzelanwalt ohne Sekretärin zusammen...) einhergehend mit einem Umzug (vom zweiten Stock ins Erdgeschoß) nicht mit einer kurzfristigen oder gar übereilten Einstellungsentscheidung zu rechnen ist. Da im Kollegium (???) zudem die Überzeugung besteht, Bewerbungen eingehend zu prüfen und nicht einfach unbeantwortet zurückzuschicken, darf grundsätzlich jede Bewerberin mit einer Rückantwort rechnen (sofern überhaupt noch Interesse an der Stelle bestehen sollte). U.a. aufgrund dieser Erwägungen sehen wir auch keine Rechtfertigung, uns von außen unter Druck setzen zu lassen (eine höfliche Anfrage zwei Wochen nach Erhalt der Bitte, einen Termin zu vereinbaren, weil man niemanden erreichte, auch, um weiteres Interesse zu signalisieren) , wenngleich uns bewusst ist, dass einige Bewerberinnen aufgrund eigener zeitlicher und wirtschaftlicher Notwendigkeiten gerne eine umgehende Entscheidung anstreben.

Ich habe bewusst eine Beantwortung Ihres Schreibens vom 3. September 2010 zurückgestellt, da ich keinen Einfluss auf Mitentscheider in Bezug auf eine etwaige Entscheidung zu einem Bewerbungsgespräch oder mehr ausüben wollte, denn: Nach Ihrer o.g. E-Mail habe ich mir die Mühe gemacht, nochmals die eingehenden Sprachnachrichten auf den Anrufbeantworter der Kanzlei abzuhören, aber keinerlei Nachricht von Ihnen darauf gefunden (natürlich nicht, oder vergibt der AB die Termine? dann braucht er keine Angestellte, prima) . Des Weiteren liegt es (auch gerade bei Kanzleiumzügen) durchaus in der Natur der Sache, dass Anwalt auch mal auswärtige Termine wahrzunehmen hat und es deshalb sinnvoll ist, etwaige Besuchstermine fernmündlich oder via E-Mail anzukündigen (hatte ich, aber bei x Versuchen blieb ich erfolglos, daher eine höfliche Nachfrage per Mail).

Auch wenn bisher noch keine abschließende Stellenentscheidung getroffen wurde, darf ich Ihnen nach entsprechender Rückabstimmung mit meinem Kollegen vermitteln, dass von hieraus kein weiteres Interesse mehr besteht, auf Sie zurückzukommen (Danke, von hier aus auch nicht) . Ich will auch nicht verhehlen, dass ich persönlich vom Stil bzw. Inhalt Ihrer o.g. E-Mail wenig angetan war, allerdings noch die Möglichkeit offen halten wollte, dass ggf. ein positiveres Votum der Mitentscheider abgegeben wird. Dies war allerdings nicht der Fall.

Da Sie Ihre Bewerbung via E-Mail geschickt haben, gehe ich davon aus, dass eine Rückübersendung von Bewerbungsunterlagen ohnehin nicht einschlägig ist. Sie dürfen selbstredend davon ausgehen, dass Ihre Bewerbung vertraulich behandelt wird. (Und die Bewerbungsunterlagen per Post? Ach, laß mal gut sein, die paar Kopien kann ich mir leisten)

Ich darf mich für Ihr entgegengebrachtes Interesse bedanken und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Lebensweg alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen


Irgendwie bleibt mir da die Luft weg, andererseits: für so einen XXX möchte ich gar nicht arbeiten! Und ständig alleine im Büro sitzen ist auch nicht so mein Ding, in der Nase bohren kann ich auch zuhause.

*grummel*

Sonntag, 19. September 2010

7

Sieben Jahre jung ist sie jetzt bereits, unsere Große! Nachdem ich mir gestern ja eine Auszeit mit meiner Mama auf dem Prickingshof geleistet habe (hat Spaß gemacht, jederzeit wieder!), war heute morgen Kuchenbacken angesagt und heute Nachmittag dann Kaffee und Kuchen mit den drei Omas und zwei Opas. Saskia ist überglücklich über ihre Geschenke und schlummert seit Stunden selig - wahrscheinlich träumt sie davon, wie sie ihr Play.mobilhaus in Zukunft einrichten wird, jetzt, wo der neue Anbau steht und die bislang fehlende Küche auch da ist ;-)

Im Auto, wir mußten noch kurz zum Tanken, sagte sie übrigens etwas, was Männe und mir das Grinsen ins Gesicht zauberte: "Mama, ich freue mich schon auf morgen." - "Wieso auf morgen?" - "Na, dann kann ich doch endlich wieder zur Schule!"

Klar, was auch sonst ;-)

Freitag, 17. September 2010

Erkältet

Hm, warum eigentlich jetzt? Ausgerechnet dieses Wochenende, hä?

Hilft nix! Morgen Ausflug mit Mama zum Prickingshof, Sonntag Familiengeburtstagsfeier mit vorherigem Tortenzubereiten - da muß ich jetzt durch....

Ich glaub, ich gehe heute früh ins Bett, sonst wird das nix :-)

Donnerstag, 16. September 2010

Nachmittagsprogramm in der Ganztagsschule

Vormittags unterscheidet sich die Ganztagsschule nicht von einer "normalen" Grundschule, es gibt Deutsch, Mathe, Sachkunde, Kunst, Musik, Sport usw. wie gehabt.

Ab 12.15 Uhr ist dann Essenfassen angesagt, von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr ist Mittagspause. Jetzt können die Kinder spielen oder sich ausruhen, es gibt extra Ruhezonen in der Schule dafür.

Von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr gibt es verschiedene AG's, für die die Kinder sich eintragen können, alle paar Monate kann dann mal gewechselt werden.

Als ich die Auswahl sah, habe ich gestaunt. Seht selbst:

Montags:
- Kunst und Sprache
- Theater spielen leicht gemacht
- Leseangebot
- Rap for beginners

Dienstag:
- Bewegungsspiele
- Experimentieren - Staunen - Begreifen
- Lesen für Jungs 2-4
- Komponieren und Singen

Mittwoch:
- Werken
- Chor "Musikfüchse"
- Leseangebot
- Kochen und Backen

Donnerstag:
- Tiere aus aller Welt
- KISS
- Leseangebot

Freitag:
- Origami
- Türkische Tänze
- Leseangebot
- KISS

Da ist echt für jeden was dabei, denke ich. Ich habe mal grün markiert, was Saskia sich ausgesucht hat. Gut, das die Kinder das selbst gemacht haben, ich hätte wohl etwas anders entschieden und damit offenbar neben ihren Interessen gelegen. Saskia freut sich immer sehr über ihre Kurse, allgemein macht ihr die Schule sehr viel Spaß. Und wenn ich sie nachmittags um 16 Uhr abhole, ist sie total fit und entspannt und macht freiwillig noch Hausaufgaben, so daß ich sie schon mal bremsen muß.

Hoffen wir, daß es so bleibt. Ich fürchte, bei Marcel nächstes Jahr wird es ganz anders laufen....

So rein essenstechnisch

wäre ich ja auch manchmal gern Schülerin. Guckt Euch mal Saskias dieswöchigen Essensplan an:

Montag:
Türkische Geflügel-Hackfleisch-Bällchen Köfte mit Djuvec-Reis
dazu Krautsalat und Tzatziki
Obst

Dienstag:
Ebly-Gemüse-Pfanne vegetarisch
Salat

Mittwoch:
Putenbruststreifen "Försterin Art" mit Buttergemüse
dazu Salzkartoffeln
Nachtisch

Donnerstag:
Panierter Alaska-Seelachs mit Rahmspinat
dazu Kartoffelpüree
Nachtisch

Freitag:
Gebundene Tomatensuppe mit Dinkel-Vollkorn-Brötchen
Obst

Kein Einkaufen, kein Kochen, kein Abwasch hinterher - und schmecken soll es auch noch sehr gut. Das Ganze gibt es dann mit wöchentlich wechselndem Plan für nur 25,- Euro monatlich! So günstig kann ich zu Hause auch nicht für sie kochen ;-)

Montag, 13. September 2010

Bald ist es wieder soweit

Dann wird hier wieder Geburtstag gefeiert: am Sonntag wird Saskia 7!

Wenn nur der Kindergeburtstag nicht wäre - warum mag ich das eigentlich nicht? Jedes Jahr zwei Mal die Grübelei, was denn diesmal angeboten wird. Wir hatten schon Wände mit Fingermalfarben bemalt, T-Shirts bemalt, ein anderes Mal waren es Kuchenteller, die mit Porzellanstiften verziert wurden und an Marcels letztem Geburtstag haben wir Styrophoreier mit bunt eingefärbten Risottoreis beklebt.

Und diesmal?

Ich habe keine Ahnung und nur noch 11 Tage *kreisch*

Samstag, 11. September 2010

Ich glotz TV

Okay, vielleicht gucken die Kinder zu viel Fernsehen, obwohl: eine Stunde maximal am Tag ist meines Erachtens okay. Natürlich sehen sie nicht nur ihre Lieblingsserie, sondern auch die Werbung in den Pausen. So verwunderte es mich nicht wirklich, daß Saskia heute bei der Post auf meine Bitte hin an der Seite Platz nahm, wo man Formulare und Paketscheine ausfüllen kann etc., und bierernst in die Runde rief: "Bitte ein Bit!"

Generation Werbung, oder wie? Die Schmunzler hatte sie jedenfalls auf ihrer Seite, und mir war es nur ein ganz winzigkleines bißchen peinlich ;-)

Kindermund

Heute beim Einkaufen hält mir Marcel eine Dose R.ed-Bull entgegen und sagt, total ernst: "Guck mal, Mama! Schuhputzzeug."

Wie kommt er da nur drauf? Er meint, er hätte es so in der Werbung gesehen.

Okay, mal ehrlich: trinken würde ich das Zeug auch nicht, aber Schuhe damit putzen?

;-)

Kinder eben!

Sonntag, 5. September 2010

Sonntagsvergnügen

Nach dem doch eher stressigen Tag gestern stand heute Entspannung auf dem Plan.

Der Tag fing zwar zu früh, aber einigermaßen gut an, da Männe arbeiten mußte ;-) Die Kinder hätten zwar gern noch etwas länger schlafen dürfen, aber okay, halb acht geht gerade noch, da um acht Uhr der Bäcker aufmacht. Also habe ich mir erst einmal einen Kaffee geschnappt, um richtig zu mir zu kommen, dann haben wir uns fertig- und auf den Weg zum Bäcker gemacht.

Nach einem ordentlichen Frühstück stand Spielen und Zeitunglesen auf dem Programm, der Vormittag plätscherte so dahin. Irgendwann wurde es Zeit fürs Mittagessen, der Makkaroniauflauf ist schnell vorbereitet, den Rest macht der Ofen. Währenddessen haben wir auf den Balkonen die Sonne genossen, ich habe die Pflanzen ein wenig betüddelt, die Kinder haben die riesigen, aber noch grünen Tomaten bewundert, dann war Essenfassen angesagt.

Um 14 Uhr war Männe dann auch endlich da, nach dem Umziehen und Mittagessen haben wir uns die Gören geschnappt und sind aufgebrochen Richtung Fischereihafen. Zunächst stand ein kleiner, regelmäßiger Flohmarkt zugunsten eines Vereins für Behinderte auf dem Plan, dort läßt sich immer die eine oder andere Kleinigkeit entdecken. Diesmal nahmen wir ein Bastelbuch für Laternen mit, steht ja schon fast vor der Tür, die Laternenzeit; außerdem fanden wir - neben ein paar anderen - die beiden noch fehlenden Pixibücher von Conni, nach denen wir schon seit fast einem Dreivierteljahr suchten.

Zufrieden zogen wir weiter zum Bauern- und Käsemarkt und gönnten uns dort ein großes Stück Walnußkäse, Vanille-Akazien-Honig, ein paar Paranüsse und ein Banane-Curry-Gewürz, das mir aus der Masse an Gewürzen ins Auge stach. Zum Abendbrot gab es also neben dem leckeren Käse eine Schale mit einfachem Joghurt, der vom letzten Kochen übrig war, angerührt mit eben dieser süßen Bananen-Curry-Mischung. Lecker, muß man probiert haben!

Jetzt schlafen die Kinder glücklich und zufrieden, Männe ist noch einmal ausgeflogen, einen Freund treffen - das heißt, ich habe ein bis drei Stunden Ruhe für eine ausgiebige Blogrunde und ein paar Spiele.

Herrlich, so dürften Sonntage gern öfter sein! Nicht nur so sonnig, auch so heiter ;-)

Samstag, 4. September 2010

Feierabend

Ich meine, daß ich mir nach 9 Stunden Stehen (hinter unserem Flohmarktstand) und fast 2 Stunden Nordic Walking mit meiner Mama kreuz und quer durch den Bürgerpark den Feierabend auf dem Sofa mit Füße hoch mehr als verdient habe - jawoll!!

Hier wenigstens noch ein paar Schnippsel der letzten Tage:

- Arbeiten ist wie immer, ich habe wohl nicht sehr gefehlt - behauptet der Chef, die Mandanten sagen allerdings was anderes ;-)
- trotzdem habe ich mich anderweitig beworben auf eine Teilzeitstelle, jetzt gilt es, einen Termin für ein Vorstellungsgespräch zu finden (wenn der Anwalt denn mal erreichbar wäre: gestern lief nur der AB, als ich einfach persönlich hingefahren bin, stand ich vor verschlossenen Türen - er hat offenbar derzeit gar keine Angestellte)
- Saskia ist in der Schule recht gut angekommen, gestern war ihre Lehrerin zum Hausbesuch da. Dennoch ist sie sehr ruhig und ernst, so lebhaft wie gestern hier zu Hause kennt sie sie gar nicht. Außerdem hat sie sich ein oder zwei Mal beleidigt in die Bauecke zurückgezogen und dieses Bockigsein auch lange durchgehalten, 30 Minuten - das kennt sie von anderen Kindern in der Ausdauer nicht. Ihr ist aufgefallen, daß Saskia schlecht hört, von der OP vor einem Monat wußte sie ja noch nichts, daraus resultierend nuschelt Saskia dann und wann oder verschluckt Endungen. Also neuer Ohrenarzttermin. Wir konnten einiges bereden und in die Wege leiten, sie weiß jetzt, wo und wie sie Saskia besser unterstützen kann. Ein gutes Gespräch, fast eine Stunde lang.
- Die Kinder rauben mir im Moment manchmal den letzten Nerv: müssen die so laut sein? Männe ist schon mit Kopfweh geflüchtet, ich muß ja nun hier ausharren, auch bei mir im Schädel sitzt inzwischen ein kleines Männchen mit Hämmerchen :-(
- Erwähnte ich schon, daß ich heute auf dem Flohmarkt mal wieder eine Nähmaschine ergattert habe? Nein? Eine Singer Futura 2010, und sie schnurrt wie ein Kätzchen, habe sie eben mit den Kindern getestet. Marcel ist begeistert, sie kann Lokomotiven nähen. Saskia ist auch begeistert, sie kann Herzen nähen. Ich bin ebenfalls begeistert, endlich mal nicht mehr nur Geradstich- und Zickzacknähen. Jetzt nur noch vernünftig abstauben und herausfinden, wie man die Unterfadenspule füllt, aber das dürfte so sein wie bei der Singer 700G, die ich vor kurzem - öhöm - bei E.bay ersteigert (und bis heute nicht getestet habe) habe
- Ich bin im Moment offenbar sehr gestreßt, jedenfalls habe ich wieder seit Tagen das Gefühl, eine Schlinge um den Hals liegen zu haben. Kenn ich von früher. Ist unangenehm, vergeht irgendwann (ich denke, nach dem Vorstellungsgespräch). Trotzdem kein schöner Zustand, weil gutes Selbst-Zureden nicht hilft, aus dieser Streßfalle herauszukommen. Vielleicht doch mal wieder Johanneskraut?
- Jetzt aber Sofa, Männe kommt gerade zurück, die Gören müssen ins Bett, ist eh viel zu spät geworden - ist ja aber Wochenende!

Bis bald mal wieder!