Samstag, 30. Oktober 2010

Na klasse,

kaum ist meine Mutter im Urlaub, komme ich nicht mehr wirklich zum Laufen: 2 x bisher diese Woche, also erst 20 km. Letzte Woche waren es 40 km, also doppelt so viel.

Hoffen wir, daß es morgen trocken ist, dann kann ich noch 2 Stunden quer durch den Park... Irgendwann zwischen Kinderhüten, Essenkochen, Kunsthandwerkbasar, großem Flohmarkt usw. usf.

Ich finde Halloween blöde

So, nun ist es raus - ich finde Halloween doof, vor allem den Verkleidewahn. Allerdings kommt man mit zwei kleinen Kindern kaum drumherum. Nele, die Freundin unserer Kinder, wurde 6 und lud zu einer - na, was wohl? - Halloween-Party. "Wer möchte, darf gern verkleidet kommen" Klasse, ich sah meine Beiden schon heulend dastehen ohne Kostüm, das geht nun auch nicht :-(

Also kurz überlegt: kaufen? ist nicht, für den Blödsinn gebe ich nicht auch noch Geld aus! Selbermachen? Okay, aber fix und einfach bitte. Meine Mutter sortierte zwei Bettlaken aus, so wurde Marcel zum Gespenst und Saskia bekam ein Mumienoutfit verpaßt (irre zeitaufwendig, nie wieder!). Gesichter noch hell geschminkt, Augenringe und fertig!


Die Kinder total happy, Mama fix und foxi, Kostüme inzwischen - da Party beendet und morgen kein trick or treat geplant - bereits im Müllschlucker entsorgt ;-)

Samstag, 23. Oktober 2010

Weihnachtswichteln 2010

Nachdem wir ja im letzten Jahr das erste Mal gewichtelt haben und alles prima geklappt hat, sind wir natürlich in diesem Jahr mit Begeisterung wieder mit dabei:

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Vielleicht

sollte ich eine Nähmaschine mit ins Büro nehmen, um die Zeit rumzukriegen? Oder einfach langsamer arbeiten?

Ich meine, lieber so als Streß pur, aber wenn man vier Stunden täglich im Büro sein muß und davon derzeit höchstens 1,5 bis 2 Stunden beschäftigt ist... Und da das auch nie sicher ist, lohnt es kaum, den derzeitigen Roman immer mitzuschleppen. Hach, Luxusprobleme, oder?

Wir proben derzeit die Einkindfamilie,

da Saskia ein paar Tage bei der Oma verbringt. Soooo ruhig war es schon lange nicht mehr zu Hause :-)

(bin ich jetzt eine Rabenmutter, weil ich die Große ü-ber-haupt nicht vermisse? Edith, gib ihr mal einen Extrakuß, ich weiß ja, daß Du hier mitliest - morgen holen wir sie ja schon wieder ab)

Sonntag, 17. Oktober 2010

Macht Spaß

Diese Laufrunden mit meiner Mutter durch den Bürgerpark. Diese Woche habe ich 45 Kilometer geschafft, sie noch einige mehr, da sie einen Tag alleine lief.

Morgen dann Premiere, das erste Mal mit Marcel. Er natürlich mit Roller, wir mit Stöcken - bin mal gespannt, ob er durchhält.

Freitag, 15. Oktober 2010

Nähen und Musik

das paßt wunderbar zusammen, finde ich! Ich nähe in Marcels Zimmer, da er seinen großen Schreibtisch ja noch nicht wirklich braucht und ich so die Maschine und das Nähzeug einfach mal stehen lassen kann. Und seitdem der Lütte eine kleine Musikanlage hat und ich entdeckt habe, daß in unserer Bücherei eine irre Auswahl an Musik-CDs zu haben ist, läuft dort eine CD nach der anderen. Heute erst habe ich wieder Nachschub geholt, acht Stück, von Stefanie Heinzmann über einen Bravo-Sampler bis zu Amy Winehouse und Wonderwall. Da das Ausleihen ja nix kostet, kann man überall ganz entspannt mal reinhören - herrlich!

(Nächstes fertiggestelltes Stück: Saskias blaue Samtstrickjacke, Fotos demnächst. Am Wochenende dann ein Schal für mich, ein oder zwei Jerseymützen für die Kinder und die seit langem zugeschnittene Hose für eines der Kinder. Pläne: hunderte, so viel Zeit habe ich gar nicht ;-) Wo kriege ich denn so richtig schöne Jerseys für Kindermützen her?)

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Sprachlos wortlos

Gestern hat es mir wieder mal die Sprache verschlagen, im wahrsten Sinne des Wortes. Es fing gegen halb elf im Büro an, daß mir plötzlich Wörter entfielen und ich Sätze nicht beenden konnte, ohne auf irgendwelche Umschreibungen ausweichen zu müssen. Schon eine halbe Stunde später - Cheffe war gsd nicht mehr da und meine Kollegin ließ mich arbeiten - wurde es schlimmer, nun hatte ich auch Probleme, mein Diktat zu schreiben. Normalerweise hätte ich für die Menge diktierter Minuten etwa eine halbe Stunde zum Schreiben benötigt - gestern waren es zwei Stunden. Jedes Wort mußte ich mir einzeln erarbeiten, zurückspulen, noch einmal hören, neu schreiben. Mühsam, wirklich. Zum Glück blieb das Telefon ruhig und es kam nur ein Mandant, der eine Kopie wollte - das ging auch recht wortkarg vonstatten.

Als der Chef um halb eins wiederkam, um die Post zu unterschreiben und noch eine Akte mit mir zu besprechen, bat ich ihn, so gut es ging, das auf morgen zu verschieben, mir ginge es nicht gut, es wäre mal wieder so weit (da ich vor zwei Wochen schon einmal krankgeschrieben war, wußte er im Groben, was los ist).

Erst später am Nachmittag, ich habe bockig darauf bestanden, mit den Kindern zu meiner Freundin und ihrer Tochter zu fahren, ich wollte mich nicht davon abbringen lassen, ging es mir besser und es war möglich, wieder eine normale und vernünftige Unterhaltung zu führen.

Meine Güte, öfter muß ich das echt nicht haben. Ich hoffe, die Ärzte finden bald heraus, was mir fehlt. Die Blutwerte beim Hausarzt waren alle ohne Befund, der Neurologe am Montag sagte, auch das EEG wäre ohne irgendwelche Hinweise gewesen, über den Ausgang der weiteren Untersuchungen (Koordinations- und Reflexprüfungen etc.) wollte er einen Bericht an den Hausarzt senden. Beim Radiologen habe ich nächsten Freitag einen Termin, dann geht es in die Röhre. Wenn das alles ohne Befund bleibt, könnte es sich um eine Streßerkrankung handeln - ganz ehrlich? Eine organische Ursache als Folge des Sturzes von August wäre mir lieber, dem könnte sicher besser abgeholfen werden.

Heute geht es mir wieder recht gut, ein bißchen Kopfweh durch die Anspannung gestern und die verstopften Nebenhöhlen, sonst alles okay. Also bleibt nur Abwarten und Ruhe bewahren :-(

Sonntag, 10. Oktober 2010

Goldener Oktober

wenn es nur nicht so kalt wäre - blöder Ostwind *brrr*

Gestern und heute zwei große Nordic-Walking-Runden im Bürgerpark mit der weltbesten Mama: 23,5 km!

Kann man von süchtig werden, echt!

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Entschleunigen

Heute erst stand ein Artikel darüber in der Zeitung. Sich Zeit nehmen. Dinge bewußter tun. Sollte ich auch, tut gut.

Ich lese z.B. wieder. Eigentlich nix ungewöhnliches, tut man ja täglich. Aber ich meine Bücher, Romane, Thriller usw. Habe ich ewig nicht mehr getan, irgendwie paßten zwei Kleinkinder und der Lesewunsch nicht zusammen. Das Bücherregal gibt also noch einiges her, was ungelesen ist, denn ich habe das Kaufen ja nicht aufgegeben, nur das Lesen ausgesetzt ;-) Seit August habe ich so schon sage und schreibe sieben Bücher geschafft. Gestern jedoch legte ich eines nach knapp der Hälfte an die Seite und beschloß, dieses nicht auszulesen. Sorry, Gisela Elsner, Deine "Die Riesenzwerge" schaffen mich, der Schreibstil ist ja noch wirrer als das, was ich so manchmal im Kopf habe.

Genäht habe ich diese Woche noch nichts wieder, irgendwie war Lesen wichtiger. Aber ab morgen wieder, drei Tage ohne Büro, da schaffe ich wenigstens was. Die Strickjacke für Saskia ist dran, ich habe da so einen unheimlich weichen blauen Samtstoff als Restposten ergattert, weil er Lagerschäden hatte. Bei Kinderklamotten egal, so groß sind die Schnittteile selten. Zugeschnitten ist, kann also losgehen....

Heute noch auf dem Plan: Kaffee, große Blogrunde, mitgebrachte Zeitschriften durchsehen - ich bin im Büro, Chef hat jedoch auswärtigen Gerichtstermin und ich schon wieder alles abgearbeitet, was hier so anlag.

Entschleunigen. Los! ;-)

Samstag, 2. Oktober 2010

Gestreßtes Wesen

So nennt Männe mich derzeit - und er hat leider nur allzu Recht damit. Ich steh unter Strom, habe Probleme, abzuschalten. Ein falsches Wort und ich geh an die Decke. Warum?

Marcel :-(

So traurig es ist, aber der Junge schafft mich, ich stoße extrem an meine Grenzen. Marcel ist anders als andere Kinder, das haben wir schon früh bemerkt. Er lebt oft in seiner eigenen Welt, kann viele Dinge noch nicht, die Kinder in einem gewissen Alter schon beherrschen sollten. Sei es das Trinken aus einem Glas, Essen mit einer Gabel oder einem Löffel, Zähneputzen, alleine Anziehen (die Sachen werden ja zurechtgelegt). Da findet sich noch mehr, das fällt mir jetzt nur spontan ein. Marcel kann all diese Dinge nicht oder erst, seitdem der Kinderarzt auf mein Beharren hin, das etwas geschehen müsse, drei Runden Ergotherapie = 18 - 20 Stunden verordnete. Seitdem kann er wenigstens relativ kleckerfrei aus Gläsern oder Bechern trinken. Die Ergo ist ausgelaufen, jetzt wurde im Sommer getestet, ob er vielleicht am Asperger-Syndrom leidet, also Autist ist. Die Tests fanden statt, das anschließende Elterngespräch ergab, daß er in vielen Dingen Asperger-Symptome aufweist, aber in einigen auch nicht. Vom Elterngespräch her hätte man gesagt, daß er Autist ist, aber die Tests mit ihm selbst ergaben ein anderes Bild. Man riet uns zu weiteren Tests.

Ein Gespräch mit dem Kinderarzt hat nun ergeben, daß wir ihn bei einem Kinder- und Jugendpsychologen vorstellen sollen, der auf ADS, ADHS und/oder dem Vorliegen von Zwangsstörungen testen soll. Diese Tests werden erst zu Schulbeginn durchgeführt, was meiner Meinung nach zu spät ist, so daß wir uns nun auf kurz vor dem sechsten Geburtstag = nächstes Frühjahr einigen konnten.

Und bis dahin? Durchhalten, irgendwie! Was dabei mit den Eltern wird, scheint egal zu sein, da wird einem keine Hilfestellung angeboten. Und ich hasse mich manchmal selbst dafür, daß ich so wütend auf den kleinen Mann werde, der doch nicht aus seiner Haut kann. Dass ich laut werde, wenn er es auch nach fast einer Stunde nicht hinbekommen hat, seinen Schlafanzug anzuziehen oder wenn mal wieder 200 Liter Wasser für einmal Zähneputzen draufgingen oder eine Rolle Klopapier für einmal Pipi oder oder oder. Ich kann doch nicht alles für ihn und mit ihm machen. Ständig an seiner Seite zu sein geht nicht, beim besten Willen nicht. Dann kommt Saskia zu kurz, Männe zu kurz, der Haushalt zu kurz, mein Job, ich....

Abschalten ist schwer, so schwer. Der Alltag läuft ja weiter. Im August hatte ich Urlaub. Ich war froh, als ich im September wieder ins Büro "durfte", ich stand kurz davor, mich aufzureiben. Selbst ein paar Tage wegzufahren, was finanziell sowieso nicht drinliegt, würde nichts bringen, denn bei meiner Rückkehr hätte sich ja doch nichts geändert. Männe unterstützt mich, wo er kann, nimmt mir die Kinder, vor allem Marcel, ab, wenn er merkt, daß mir wieder die Luft wegbleibt. Ich versuche, so oft wie möglich mit meiner Mutter unsere Walkingrunden im Bürgerpark zu drehen, reden und laufen und frische Luft tun gut.

Anfang August bin ich beim Kochen mittags zusammengeklappt, mir wurde schwarz vor Augen. Die Kinder fanden's lustig, Mama schlief auf dem Küchenboden. Ich kann mich nicht daran erinnern, ich kam wieder zu mir und saß auf dem Küchenstuhl. Der Filmriß dauerte wie lange? Keine Ahnung. Übrig blieb eine Beule hinter dem rechten Ohr und Dankbarkeit, daß nichts passiert war - den Herd hatte ich offenbar geistesgegenwärtig noch abgeschaltet.

Seitdem plagen mich aber immer wieder Schwindelanfälle und heftige Konzentrationsstörungen, so schlimm, daß ich manchmal keinen vernünftigen Satz mehr zusammenbekomme. Mir fallen dann die einfachsten Wörter nicht mehr ein, ich bin dann total hilflos. Letztens wußte ich im Büro nicht mal mehr, wie ich heiße, als ich ans Telefon ging.

Mein Arzt meint, es könnte sich um Streß handeln, könnte aber genausogut eine Folge des Sturzes von Anfang August sein. Jetzt stehen diesen Monat Termine beim Radiologen und Neurologen an, um Gewißheit zu bekommen.

So kommt eines zum anderen. Wie gesagt, abschalten ist schwer. Ich versuche es mit lesen oder nähen, da klappt es meistens. Wenn ich nähe, ist sogar Marcel ruhig - aber ich kann ja nicht den ganzen Tag an der Maschine sitzen. Das Rattern scheint ihn einzulullen, sobald ich anfange, steht er neben mir, möchte am liebsten auf den Schoß. Diese Woche entstanden so schon ein Rock für Saskia und ein Kapuzenpulli für Männe. Zugeschnitten sind noch eine Hose für Marcel und eine Strickjacke für Saskia, geplant eine weitere Hose für Saskia und eine für mich, dann wären die Cordstoffe alle gut und sinnvoll vernäht. Mal schauen, wann ich dazu komme.

So, jetzt erst einmal genug gejammert, so viel wollte ich gar nicht schreiben.