Montag, 27. Juni 2011

Entwicklungsgespräch in der Schule

Heute fand es nun statt, das lang erwartete Entwicklungsgespräch. Leider mußte ich allein mit Saskia dort antreten, Männe konnte nicht freinehmen (aber wer will schon über Arbeit klagen, es gibt genügend Leute ohne).

Ein Teil des Gespräches lief wie erwartet. Im Lesen und Schreiben ist Saskia ein Ass, da macht ihr keiner was vor. Erstaunlicherweise ist sie auch in Mathe mehr als gut, das sah für mich bei den Hausaufgaben manchmal anders aus. Sie rechnet locker schon im Hunderter-Raum und begreift neue Aufgaben sehr schnell. Kunst ist ihr Ding, die AGs machen offenbar viel Spaß (Theater, Kochen & Backen sowie die Bücherei) und in Sport ist sie auch gut mit dabei. Diese Themen waren also in knapp fünf Minuten abgefrühstückt. Aber dann kam es mal wieder ganz Dicke....

Saskias "Sozialverhalten" sei unter aller Kanone, ließ uns ihre Klassenlehrerin wissen. Ständig entziehe sie sich, mache, was sie wolle und höre nicht auf Lehrer und Betreuer. Dies sei inzwischen so ausgeprägt, daß bereits die Klassenkameraden darunter leiden würden. Wenn Madame etwas nicht wolle, mache sie einfach ihre Ohren zu und ignoriere die Anweisungen bzw. Bitten wie z.B. "Packt bitte Euer Frühstück weg und kommt ins Viereck" (dort wird dann der weitere Tagesablauf besprochen, Geschichten erzählt etc.).

Zudem kneift und kratzt sie Klassenkameraden oder droht diesen und auch Lehrern/Betreuern mit der Faust, in der wohl auch gern einmal eine Schere gehalten wird. Wie schnell könnte da mal was ins Auge gehen?

Was das angeht, bin ich bzw. sind wir bei Saskia echt ratlos. Was sollen und können wir tun? Wie erreichen wir dieses Kind? Sie ist im Gespräch immer verständig und verspricht, in Zukunft zu hören, den Schulhof nicht mehr zu verlassen, sich nicht mehr in irgendeiner Toilette zu verstecken oder oder oder - geschehen tut dies aber nicht. Dann kommt immer ein "Das hab ich vergessen" oder "Das war aber nicht mit Absicht" - inzwischen stellen sich mir schon die Nackenhaare auf, wenn ich einen solchen Satz nur höre!

Mit Saskias Klassenlehrerin bin ich dann so verblieben, daß wir uns einmal nach den Ferien einen Termin beim schulpsychologischen Dienst geben lassen und Saskia auf das eventuelle Vorliegen einer Hochbegabung testen lassen, da ihrer Lehrerin aufgefallen ist, daß Saskia sich offenbar häufiger langweile im Unterricht und sie in vielem ihren Klassenkameraden schon weit voraus ist. Wenn dem so sein sollte, könne sie anders gefördert und gefordert werden und sich damit dann vielleicht/hoffentlich auch diese "Aussetzer" reduzieren bzw. verschwinden.


Mit Saskia habe ich natürlich zu Hause noch darüber gesprochen, was bei diesem zweiten Teil des Gespräches so auf den Tisch kam - immerhin dauerte dieser zweite Teil gute 30 Minuten! Saskia war nicht wirklich zugänglich, auf meine Frage hin, was wir nun tun könnten, fiel ihr natürlich auch nichts ein. Ich schlug ihr dann vor, sie solle sich einfach immer überlegen, was ihre Freundin Conni wohl tun würde und sich dementsprechend verhalten. Ich hatte ja schon einmal bis mehrmals geschrieben, daß Saskia ein großer Fan der Conni-Buchreihe ist. Das schien ihr einzuleuchten. Schlußendlich machten wir einen kleinen Handel ab: sie bemüht sich deutlich um Besserung bzw. stellt dieses "Fehlverhalten" komplett ab. Ich werde nach dem Herbstferien im November noch einmal den Kontakt zu ihrer Klassenlehrerin suchen und nachfragen, ob Saskia dies tatsächlich hinbekommt. Ist dem so, bekommt sie zu Weihnachten das so heiß erwünschte Meerschweinchen, anderenfalls muß dieser Wunsch dieses Jahr unerfüllt bleiben. Sie ist nun motiviert und ich hoffe wirklich, sie schafft es auch!

(Menno! Bei Marcel hätte ich solche Gespräche ja erwartet, aber doch nicht bei unserer Prinzessin *grummel*)

Was können wir noch tun? Vorschläge, anyone???

Donnerstag, 23. Juni 2011

Terminhatz

Nun erleben wir es auch endlich mal, ich habe es ja schon in etlichen Blogs gelesen: die Terminfülle zum Schuljahresende. Also: wir sind noch da, ich habe aber so viel um die Ohren, daß das Bloggen derzeit etwas brachliegt. Demnächst dann hoffentlich wieder mehr Genähtes, Gekochtes, Gelebtes....

(ich bin ja so gespannt, wie das Elterngespräch Saskia betreffend nächste Woche ausfallen wird!)

Donnerstag, 16. Juni 2011

Privatkonzert

Ich hock hier so im Büro, drehe eine kleine Netzrunde. Die Arbeit ist erledigt, der Chef unterwegs zu einem Termin. Das Fenster steht auf Kipp, um noch etwas von der schönen lauen Luft zu genießen, da es heute noch Gewitter und Regen geben soll. Was hören da meine Ohren? Irgendwo in der Nähe studiert ein Sänger eine Oper ein - herrlich! Ich lausch dann mal noch ein Weilchen :-)

Mittwoch, 15. Juni 2011

Zuwachs

Nein, ich bin nicht schwanger - wir planen, uns ein bzw. mehrere neue Haustiere zuzulegen, nachdem unsere Katze ja im vergangenen Jahr das Zeitliche segnete.

Saskia wünscht sich eine Katze, aber Männe und ich sind strikt dagegen - noch einmal? Nein, danke! 17 Jahre Katzenhaltung genügen uns. Ein Hund kommt ebenfalls nicht in Frage, da vormittags keiner zu Hause ist. Ihr nächster Wunsch, ein Pony, steht eh nicht zur Diskussion, das ist ja wohl klar (ich wollte auch immer ein Pony, jaja).

Marcel hat übrigens selber keinen Wunsch, seiner Meinung nach haben wir genügend Tiere in der Wohnung: Spinnen, Weberknechte, Mücken (die immer, aber auch wirklich immer nur ihn stechen), Frucht- und sonstige Fliegen und so weiter ;-)

Männe und ich beratschlagten uns schon vor einiger Zeit, für welches Haustier wir uns noch erwärmen könnten und wofür auch der Platz reichen würde. Ein Aquarium findet einfach keinen Platz mehr in der Wohnung, und das Kies waschen habe ich als Teenager - damals hatten wir eines - gehaßt wie die Pest, das ging so ins Kreuz über der Wanne. Wellensittiche hatten wir auch jahrelang, aber ich habe nicht vergessen, welchen Dreck die Vögel machen können, wenn sie sich in die Wolle kriegen, also habe ich Männe diesen Wunsch abgeschlagen. Da ein Neuzugang wohl auch bei Saskia mit ins Zimmer kommen würde, wo sie logischerweise auch schläft, waren Vögel also gestrichen (die ja nicht im Schlafzimmer gehalten werden sollen).

Wir entschieden uns letztendlich für Meerschweinchen, da die Kinder diese auch auf den Arm nehmen und streicheln können, sie nicht hinter irgendwelchen Schränken verschwinden können wie zum Beispiel Mäuse, sie nicht unbedingt nachtaktiv sind und von den Haltungskosten her auch akzeptabel sind. Von diesem Entschluß haben wir den Kindern natürlich nichts gesagt, da sollten sie schon alleine drauf kommen.

Am Wochenende war es nun so weit, Saskia kam darauf, seitdem lautet der große Wunsch: zwei Meerschweinchen - eines für sie und eines für Marcel. Nun war sie gestern mit Männe im Zoofachhandel, schauen, was die Tiere kosten würden und natürlich auch das notwendige Zubehör. Samstag geht es in die Bücherei, entsprechende "Fachliteratur" ausleihen, lesen kann sie ja inzwischen alleine. Daß der Wunsch diese Woche nicht erfüllt werden kann, hat sie verstanden, sie will sich gedulden. Zunächst müssen ja Käfig und Inhalt organisiert werden, dann will ich mal nachfragen, ob es Meerschweinchen nicht auch im Tierheim oder im Zoo gibt usw.

Also: demnächst dann wieder Zuwachs im Hause Zwergrocker!

Sonntag, 12. Juni 2011

Nähfieber

Jetzt ist die Zeit gekommen, etliches von dem bereits zugeschnittenen Stoffen zusammenzunähen. Gestern zum Beispiel war Saskia zur Geburtstagsparty ihrer Klassenkameradin eingeladen. Und da diese gerne Saskias Kleider anzieht, wenn sie hier zu Besuch ist, sollte sie nun - neben dem obligatorischen Buch (ich verschenke halt gerne Bücher) - auch ein selbstgenähtes Kleid bekommen. Saskia mußte als Modell herhalten, und leider stellte ich am Donnerstag Abend bei der Anprobe für den Saum fest, daß das Kleid wohl doch etwas zu kurz sein würde. Hm, was nun? Einfach was von dem Stoff - es lag ja noch etwas im Schrank - anstückeln hätte blöd ausgesehen. Also entschied ich mich, einen zarten weißen Stoff einzukräuseln und anzunähen, quasi die Prinzessinnen-Version. Da mein Stofflager dafür nix hergab (tss, einfarbig ist offenbar nicht so meins), rauschte ich Freitag morgen in den Stoffladen meines Vertrauens, wühlte mich durch die Tische und entschied mich für einen Satinstoff mit Rosenstickerei - der Meter sollte nur knapp 10,- Euro kosten, ich brauchte nur etwa 70 cm. Da etwas Schmutz auf dem Stoff war, zahlte ich noch einmal etwa 10 % weniger und zog dann mit meinem Stoff wieder gen Heimat, um ihn erst einmal in die Waschmaschine zu verfrachten.

Nachmittags dann, nach dem Bügeln, ging es dann los mit dem Hin- und Herprobieren: welche Länge, welcher Saum, wie ging das noch einmal mit dem Einkräuseln usw. Fertig war ich dann am Samstag um 14.50 Uhr - zehn Minuten später sollte die Feier losgehen! Da war es natürlich gut, daß Saskias Freundin praktisch die Straße runter wohnt. Also schnell das Kleid eingepackt, für eine weitere Anprobe war keine Zeit mehr, das bereits umgezogene Kind geschnappt und ab Richtung Party. Leider habe ich in der Hektik auch vergessen, noch ein Foto zu schießen - vielleicht darf ich das nächste Woche mal nachholen.

Ob es gut angekommen ist, weiß ich leider nicht, da ich zum Laufen im Park war und Männe Saskia wieder abholte. Warum ist man eigentlich immer so unsicher, wenn man etwas selbstgemachtes verschenkt? Menno!

Und jetzt? Meine Freundin Heike hatte vor kurzem Geburtstag, am Freitag sind wir bei ihr. Klar, daß es etwas Selbstgenähtes gibt, oder? Was es wird, verrate ich noch nicht, da sie hier mitliest - nächstes Wochenende also mehr davon!

Donnerstag, 9. Juni 2011

trari, trara, die Post ist da

Gestern war Post im Kasten mit den Terminen für die Einschulung für Marcel - am 20. August, das dachten wir uns schon, der erste Samstag nach Ferienende - und für den ersten Elternabend - der findet erstaunlicherweise schon am 29. Juni statt.

Der Ranzen steht bereit, die grobe Ferienplanung steht, die Schultüte muß noch gebastelt werden. Marcel fragte vor kurzem morgens, als er wieder mal nicht aus dem Bett kam: "Mama, muß ich überhaupt noch in den Kindergarten? Wann fangen endlich die Ferien an?" Ich hoffe, er behält sich die Lust auf Schule bei...

Marcel möchte übrigens, genau wie Saskia, auch an den Dienstagen und Freitagen bis 15.30 Uhr in der Schule bleiben, obwohl sie an diesen beiden Tagen nach dem Mittagessen gehen könnten: "Nein, Mama, da kann man dann noch sooo schön spielen" - das ist doch mal ein Argument! Ich bin jedenfalls sehr froh, daß die Kinder kein anderes Schulsystem kennen und daher mit der Ganztagsschule wunderbar zurechtkommen, schlummert doch in mir der Wunsch, wieder eine "vernünftige" Teilzeitstelle zu finden, wenn Marcel sich zurechtgefunden hat in seiner Klasse *daumendrückenbitte*

Dienstag, 7. Juni 2011

Im Moment

viel zu viel Alltag und viel zu wenig Zeit für irgendwas - außer Leben halt ;-)