Mittwoch, 23. November 2011

Elterngespräche

In der Schule der Kinder ist es ja üblich, daß die Klassenlehrer im ersten Schulhalbjahr einen Hausbesuch machen, um das Umfeld der Kinder kennenzulernen und ein erstes Gespräch mit den Eltern im privaten Rahmen zu führen. Gestern war nun die Klassenlehrerin von Marcel da, dieses Gespräch wurde von uns ja schon sehnlichst erwartet, um zu erfahren, wie er sich in der Schule so hält - gerade was seine Zwänge angeht, da man dort von der Autismus-Diagnose noch nichts weiß.

Als es klingelte und ich öffnete, stand nicht nur Frau K. vor der Tür, sondern auch noch die Konrektorin *schluck* Uns schwante Böses, aber half ja nix, da mußten wir nun durch. Nachdem beide abgelegt hatten und mit Kaffee versorgt, wurden wir erst einmal über die Ergebnisse des Mirola-Tests informiert (eine Untersuchung der Kinder zu Schulbeginn, um deren Fertigkeiten und möglichen Förderbedarf festzustellen). Marcels Grobmotorik ist noch nicht so prima, so daß er seit zwei Wochen an einer Ergotherapie in der Schule teilnimmt. Dies war uns insofern natürlich auch schon bekannt. Ansonsten war alles prima: Feinmotorik, Silbenmerken, Zuordnungen, mathematisches Verständnis und was da alles so abgefragt wurde. Seine schulischen Leistungen sind gut, es gab halt nur seine Verhaltensauffälligkeiten/Zwänge, die Sorgen bereiten würden. Wir sprachen darüber, wie man ihm helfen könne, was zu tun ist, wenn er blockiert und brüllt (sofern man etwas tun kann) und nun informierte ich die Beiden auch darüber, daß bei ihm die Diagnose Asperger-Autismus gegeben ist. Dies erklärte für die Beiden einiges und sorgte für mehr Verständnis. Wir verblieben so, daß bei groben Auffälligkeiten, die unser Eingreifen nötig machen würden, Marcel ein Elternbrief mitgegeben werden würde, da er beim Überbringen von Nachrichten weitaus zuverlässiger ist als Saskia.

Nach einer eingehenden Besichtigung seines Zimmers und Vorführung seiner Lieblingsspielzeuge (eher eine Vorführung von Turnübungen an seinem Hochbett und der ausführlichen Beschreibung des Inhalts seiner Schreibtischschubladen) war das Gespräch auch schon vorbei, es hatte allerdings insgesamt gut 40 Minuten gedauert.

Hinterher war die Erleichterung groß bei uns, im Schulischen ist soweit also alles okay, er lernt gut und gerne. Daß seine Macken Thema sein würden, war uns von vornherein klar, insofern konnte ja auch einiges unsererseits erklärt werden.

Uff!

(und das er bereits anfängt, Wörter und Sätze zu lesen bzw. sich zu erarbeiten, war dort noch gar nicht aufgefallen, wird nun aber auch in der Schule gefördert werden)

Weihnachtswichteleien

Gestern kam sie, die langersehnte Mail von Tanja mit den uns zugelosten Wichtelkindern. Beide sind noch sehr jung, ein Wichtelkind "kennen" wir bereits von Geburt an, da wir (ich) den Blog schon sehr lange mitverfolgen.

Um unseren Wichtelpartnern die Geschenkeauswahl zu erleichtern, gibt es hier heute mal den aktuellen Status unserer beiden Kampfhähne ;-)


Marcel
Inzwischen ist er 6,5 Jahre alt, er wurde im Sommer eingeschult und es gefällt ihm sehr gut in der Schule. Er hat im Prinzip nicht viele große Interessen, eher hier und da mal etwas, was seine Aufmerksamkeit fesselt. Da auch sein Weihnachtswunschzettel sehr kurz ist, kann ich nur ein paar Tipps geben. Marcel besitzt nicht viele Spielzeuge, mit denen er wirklich ausdauernd spielt, einzig seine Playmobil-Ritterburg vermag ihn zu fesseln. Da wir genug Playmobil besitzen, wäre vielleicht etwas anderes zum Ritterthema etwas, was ihm Freude machen könnte. Zudem macht er gerne etwas mit seinen Händen, er baut gerne Dinge auseinander und wieder zusammen, also wäre auch kindgerechtes Werkzeug eine Möglichkeit. Er hört gerne Hörspiele, mag alles rund um Cars und Lightning McQueen und wünscht sich zu Weihnachten ein Meerschweinchen - diesen Wunsch erfüllen wir ihm aber natürlich selbst, aber ein Tierspielzeug wäre doch auch etwas. Er kann sich inzwischen mit Genähtem auch anfreunden, erst letzte Woche bat er mich - das erste Mal - darum, ihm bitte auch etwas zu nähen *freu* Seine aktuelle Kleidergröße ist 122 mit deutlicher Tendenz Richtung 128.

Saskia
Inzwischen ist die Dame acht Jahre alt und immer noch auf dem Pink-und-Lila-Trip. Sie hat es nicht mit dem üblichen Mädchenkram wie Hannah Montana oder Filly oder Topmodel - gottseidank -, aber an Hello Kitty kommt sie nicht vorbei. Sie liest sehr gerne, vor allem mag sie Conni. Die Bücher und Hörspiele bekommt sie von uns, aber da ließe sich sicherlich noch etwas anderes finden ;-) Sie malt und bastelt für ihr Leben gern und entdeckt auch gerade das Thema Schmuck für sich. Sie ist seit langem meine beste "Auftraggeberin", was Genähtes angeht, ihre aktuelle Größe ist - wie bei Marcel - 122 bis 128. Auch sie bekommt zu Weihnachten ein Meerschweinchen (auf einem Bein steht man nicht gut, Männe wünscht sich auch noch ein Zwergkaninchen - ich bekomme dann wahrscheinlich den Käfig - ob ich Miete verlangen sollte?). Natürlich mag auch Saskia gerne Hörspiele, auch das Thema Popmusik ist inzwischen zu ihr vorgedrungen, morgens wird als erstes das Radio angemacht.

Im Moment fällt mir so nichts weiter ein, bei Fragen können diese gerne anonym im Blog gestellt werden.

Ich verabschiede mich jetzt, mein Chef kommt gleich von seinem Termin zurück ;-)

Sonntag, 13. November 2011

Kindermund

Marcel fragt mich gerade:

"Mama, wie hieß Jesus eigentlich mit Nachnamen?"

(?) "Jesus hatte keinen Nachnamen."

Darauf Marcel ganz erschrocken:

"Aber Mama, dann konnte ihn ja niemand anrufen!"

Also, das sind Gedankengänge.....

Samstag, 5. November 2011

Weihnachtswichteln 2011

Es ist wieder soweit, auch in diesem Jahr wird es wieder das von Tanja organisierte Weihnachtswichteln geben. Da es uns schon in den letzten beiden Jahren so viel Spaß gemacht hat, werden wir natürlich auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie sein. Angemeldet habe ich uns gerade (Merker: Wichtelnr. 59), jetzt freue ich mich darauf, den Kindern morgen zum Frühstück die frohe Nachricht verkünden zu dürfen - sie haben nämlich schon gefragt, ob dieses Jahr .... ;-)

Mittwoch, 2. November 2011

Hunger - geht das nur mir so?

Ich könne im Moment (?) rund um mich zu fressen, immer und überall. Ist das schon das Anlegen von Winterspeck oder was ist los?

Morgens frühstücken, dann ins Büro. Spätestens um 11.30 Uhr bringt mich der Hunger fast um, also geht nichts mehr ohne Extrastulle.
Mittags dann gerne Eintöpfe oder sonstiges Deftiges, ich freue mich schon auf den ersten Grünkohl - leider als Einzige in der Familie, aber da müssen die durch ;-)
Nachmittags darf es gern ein kleiner Snack sein zum Kaffee, einem Stück Kuchen oder ähnlichem bin ich nie abgeneigt.
Und täglich dann das Überlegen, was es zum Abendbrot gibt. Die Vernunft sagt: "bleib beim Salat", der Magen sagt was ganz anderes.
Und dann, vor dem Fernseher, ist es wirklich hart, standhaft zu bleiben. Seit einiger Zeit kaufe ich schon keine Süßigkeiten und keinen herzhaften Knabberkram ein, aber die Restbestände....

Ich seh mich schon im nächsten Frühjahr durch die Gegend rollen, Hüftgold sei dank. Warum macht Essdisziplin eigentlich nur in warmen Sommern Spaß *seufz*

Dienstag, 1. November 2011

Und - wuuusch - schon wieder vorbei

So eine Woche kann sehr lang und doch irgendwie zu kurz sein...

Die Kinder sind wieder einigermaßen normal (soweit man bei diesen Beiden überhaupt von normal sprechen kann) und gehen mit Wonne wieder zur Schule, Männe und ich arbeiten wieder und genießen den Alltag. Ich habe noch gut 300 Fotos und etliche Minuten Videomaterial zu sichten, aber irgendwie gerade gar keine Lust dazu, also ziehe ich ein kurzes Urlaubs-Fazit, vielleicht reicht es irgendwann später mal für mehr:

Ostsee?
Immer wieder gern! Der Strand in unmittelbarer Nähe zum Ferienappartment, der nächstgrößere Ort auch nicht weit entfernt und mit meinem Lieblingsdiscounter ausgestattet, so daß es auch nicht zu teuer wurde, da wir uns ja selbstverpflegt haben.

Urlaub mit Kindern?
Autsch, das hatten wir uns anders vorgestellt, aber ehrlich! Die Beiden kloppten und stritten sich, wo es nur ging, Ruhe war nur am Strand beim Muscheln suchen oder Gummistiefel ertränken oder wenn sie abends endlich schliefen. Gemeinsames Spielen, Kuscheln, fröhliches Quatschen? Fehlanzeige! Nicht machbar mit den Beiden. Entweder wurde geheult, weil man mit in den Urlaub fahren mußte, man wäre doch viel lieber zur Schule gegangen - oder es wurde geheult, weil er/sie ihn/sie mal wieder irgendwie geärgert hatte. Unsere Nerven lagen irgendwann doch leicht etwas blank, dabei haben wir uns wirklich Mühe gegeben, nicht nur Fünfe mal gerade sein zu lassen, ist ja schließlich Urlaub. Somit heißt es für uns, daß der nächste Urlaub nur von Männe und mir zum Wegfahren genutzt wird und die Kinder dann zur Oma dürfen (Edith: Danke! Wir werden auch erst fahren, wenn Du sie in den Hof scheuchen kannst, versprochen!) Vielleicht ja Ende Mai ein verlängertes Wochenende in Hamburg, Dick Brave and the Backbeats kommen, die würden wir sooo gern live erleben.

Und Ikea
wird völlig überbewertet, ehrlich. So viel wird in Blogs davon geschwärmt, vor allen von den Stoffen, also war ich mächtig gespannt, als wir den Ikea-Markt in Kiel enterten. Die Kinder wurden in die Betreuung gegeben (aus der sie nicht wieder wegwollten - immerhin etwas, was gut war) und wir durchstöberten den Laden. Die Möbel sind okay, aber wir sind ausgestattet. Beim Schnickschnack juckte es auch nicht wirklich in den Fingern, mitgenommen haben wir nur einen Kaffeepott (in der FeWo gab es nur die winzigen Kaffeetassen, das geht ja mal gar nicht) und zwei Handtücher für die Kinder - und die Stoffe fand ich nicht so berauschend. Ein einziger Stoff hätte mich gereizt, aber gerade von diesem gab es nur noch das Musterstück, die Ballen waren weg *grummel*

So schlossen wir unseren Besuch dort damit, daß wir die Kinder mit dem Brecheisen aus der Betreuung holten ("Mama, wir gucken doch gerade Pippi Langstrumpf") und noch zu Mittag aßen, um uns dann ein paar Mal fröhlich in

Kiel
zu verfahren - Männe war bedient. Das wäre aber nicht passiert, wenn er auf mich gehört hätte: "Schatz, Du mußt links bleiben und auf die 210" - "Nein, Schatz, wir müssen nach rechts, ich folge der 215" - "Nein, dann fahren wir verkehrt" - "Doch, das ist schon richtig so" - das ging eine Weile hin und her... Letztlich fuhren wir nach einigen Irrungen und Wirrungen wieder bei Ikea vorbei und nahmen die 210, um dann heil wieder in die FeWo zurückzukommen *ha!*

Sonst so
Faszinierend fand ich, das wir am Anreisetag vier Bundesländer mitnahmen (Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein), jeden Tag einen anderen Ort besuchten (Schönberger Strand, Kalifornien (nicht lachen, der Ort heißt wirklich so), Brasilien (s.o.), Laboe, Kiel und natürlich Schönberg und Neuschönberg) und daß die Hinreise fast doppelt so lange dauerte wie die Rückreise (Stau wegen Baustelle, Stau vor Elbtunnel, Stau nach Elbtunnel, Stau wegen Unfall, Stau wegen Baustelle - oder war es doch Stop and Go?)

Nun sind wir gut durchgelüftet wieder da, ich habe fünf Maschinen Wäsche gewaschen und die Kinder sind endlich wieder in ihrer heißgeliebten Schule, sprich - der Alltag hat uns wieder!