Sonntag, 20. März 2011

Marcel und die Liebe

Heute Mittag saßen Marcel und ich gemütlich auf dem Sofa, ich trank einen Kaffee und plötzlich kam von rechts die Frage: "Mama, wie mach ich das später mal, daß Kimberly Babys von mir kriegt?"

Ich verschluckte mich fast an meinem Kaffee, atmete dann erst einmal tief durch. Männe flüchtete Richtung Arbeitszimmer und ich fragte Marcel, wie er das denn meinen würde. Na, meinte er, wenn Kimberly (seine Kindergartenfreundin) und er später mal zusammen wohnen würden, dann solle sie ja auch seine Kinder bekommen. Wie das denn nun gehen würde? Okay, wie sag ich es meinem Kind, ohne ihn zu überfordern. Ich erzählte ihm also etwas von Eiern und Samen und das dann das Kind im Bauch der Frau einige Zeit wachsen müsse, bevor es geboren würde.

Seine nächste Frage war dann, wie viele Kinder denn eine Frau so bekommen könne, er hätte gern etwa Hundert, es dürften aber auch gern Tausend sein. Ich erklärte ihm also, daß so viele Kinder für eine Frau nicht zu schaffen wären, also rechneten wir mal kurz durch, wie viele Kinder seine Kimberly denn ungefähr bekommen könnte, wenn man Mehrlinge mitrechnen würde. Meine vorsichtige Schätzung auf etwa 20 Babys fand er dann auch erst einmal akzeptabel - uff.

Langsam schien er zwar das Interesse an dem Thema schon wieder zu verlieren, aber einen mußte er mir ja noch was verpassen. Ich vernahm ein leichtes Schnaufen aus dem Arbeitszimmer, was auch ein unterdrücktes Lachen gewesen sein könnte, hörte aber Marcel weiter zu, den ich fragte, ob er denn noch Fragen habe. "Ja, Mama, wie mach ich das dann, daß mein Samen in das Ei von Kimberly kommt?"

Okay, ruhig bleiben, sachlich antworten. Ich erklärte ihm also, daß das Ei im Eileiter der Frau wachse, dann in die Gebärmutter wandere und einmal im Monat für wenige Tag die Chance auf eine Schwangerschaft besteht. Er müsse dann seinen Pe.nis in die Sch.eide von Kimberly - na, ihr wißt schon. Und was macht der junge Mann. Kugelt sich vor Lachen vom Sofa, kichert fast unterm Wohnzimmertisch und meint, so einen lächerlichen Blödsinn würde er ganz bestimmt nicht machen.

Na, warte, Jungchen, wir reden in 10 Jahren nochmal über das Thema!

(ich hab's überlebt - aber bin doch leicht ins Schwitzen gekommen. so wirklich drauf vorbereiten kann man sich halt doch nicht)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen