Mittwoch, 11. Mai 2011

Hui, so ruhig hier

Kein Wunder, die Tage verfliegen ja im Moment auch wie nix Gutes ;-)

Es gibt uns noch, nach kurzer Magen-Darm-Geschichte sind wir auch soweit wieder gesund. Wir genießen die Sonne, die Kinder haben endlich gelernt, Fahrrad zu fahren - im letzten Jahr befürchteten wir noch, die schaffen das nie! Geholfen hat uns unsere Freundin Conni: Saskia liebt diese Conni-Geschichten, von den Anfängen mit Pixi-Büchern sind wir inzwischen auf Hörspiele auf MC und CD sowie die "normalen" Bücher umgestiegen. Und wenn Conni Fahrrad fahren kann, dann kann Saskia das auch - beschloß sie, wartete nur noch ab, bis Papa den Sattel und Lenker auf die neue Körpergröße eingestellt hatte ... und fuhr los! Damit nichts passiert, hat Oma Anfang der Woche für beide Fahrradhelme gekauft - danke (und was passieren kann, wissen wir ja nun inzwischen durch mich. Über 20 Jahre nach dem Sturz vom Rad plötzlich krank, das wollen wir den Kindern gern ersparen).

Beide Kinder haben inzwischen den zweiten unteren Schneidezahn verloren, diesmal mußte ich kurz nachhelfen, weil sie sich doch etwas *** anstellen dabei. Ein Stück Küchenrolle genommen und *zack* war der alte Zahn draußen - geht doch. Ein paar Tränchen wurden vergossen und kurz darauf schon der bereits zu sehende neue Zahn im Spiegel bewundert - Kinder halt!

Marcel hat letzte Woche seine Stunden bei der Logopädin in Angriff genommen. Diese Woche üben wir also das "ch" in "ach" und "ich" (wo klingt das "ch" auf der Zunge, vorn oder hinten) sowie das "sch" und das "s" (die Schlange macht sssss). Er ist etwas unwillig, aber die Therapie ist leider nötig. Jetzt, wo wir genauer hinhören, fallen immer mehr Sprachfehler auf. Das Dumme ist nur, daß im Kindergarten ja dieser Cito-Sprachtest durchgeführt wurde und danach für Marcel keine Förderung notwendig war - ich hatte mich schon gewundert, da Saskia ja nach dem Test zum "Sprachspaß" mußte - da es ihr ja aber nicht schadete, war das für uns auch okay. Bei Marcel hatten wir eigentlich damit gerechnet, daß er ebenfalls dorthin müßte, umso erstaunter waren wir, als es hieß, es wäre alles in Ordnung. Da bei diesem Test allerdings niemand mit den Kindern spricht und sie nur vor einem Computer sitzen und Fragen per Mausklick beantworten mußten, hätte man ahnen können, daß das so nicht richtig sein konnte. Naja, egal, nun wird ihm geholfen.

Mit seiner weiteren Förderung/Diagnostik oder wie auch immer sind wir leider noch nicht weiter. Der Professor, der ihn im vergangenen Monat untersuchte, bat um Terminsvereinbarung, damit der Psychologe, der ihn im vergangenen Jahr untersuchte, nun erneut einen Blick auf Marcel wirft. Leider ist die Praxis sehr schlecht zu erreichen, einen AB gibt es nicht. Gestern hatte ich endlich jemanden am Telefon. Statt einen Termin zu bekommen, notierte man sich nur unsere Telefonnummern, sie müßte mit dem Prof sprechen und würde dann zurückrufen - "das kann aber einige Tage dauern". Und die Zeit läuft und läuft und läuft.

Marcels Zwänge und Macken werden immer raumgreifender, aber ohne eine Diagnose kann keine weitere Förderung und Unterstützung beantragt werden. Er ist aggressiv, laut, tritt und schlägt, um nur ein paar Dinge zu nennen. Männe und meinereiner gehen oft genug abends auf dem Zahnfleisch, selbst Saskia ist total gestreßt. Es hilft auch nicht lange, sich ausführlich und nur mit ihm zu beschäftigen. Fußball findet er doof, malen geht nur eine begrenzte Zeit. Freunde hat er auch nicht wirklich, zudem gibt es da ja auch noch die Schwester, die ebenfalls umsorgt werden muß. Hach *seufz* Geduld, Geduld!

Das Nähen kommt langsam wieder in Fahrt. Vergangene Woche entstanden zwei Röcke, die noch nicht ganz fertig sind, da die genauen Maße noch fehlten. Davor bekamen Männe und Marcel Schlafanzug- bzw. Jogginghosen genäht. Saskia fragt ständig nach neuen Röcken und Kleidern, was das angeht, ist sie ein richtiges Mädchen *freu* Und im Moment nähe ich an Stifterollen vor allem für Jungs aus den letzten tollen Stoffschnäppchen mit Feuerwehrautos, Baggern und Lastern oder Planeten drauf, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Am Wochenende ist der jährlich einmal stattfindende große Flohmarkt am Holzhafen, wir überlegen jetzt schon, ob wir die Oma fragen, ob die Kinder bei ihr übernachten können (Edith?), damit wir uns in Ruhe und ausführlich umschauen können. Da es dort immer sehr sehr voll ist, wollen wir den Kindern den Streß gern ersparen (das Flohmarkt-Gen haben sie nicht unbedingt vererbt bekommen, erst, seitdem sie Taschengeld bekommen, geht es einigermaßen. Aber sobald z.B. Marcel etwas gefunden und mit unserem Okay gekauft hat, ist für ihn der Flohmarktbesuch gelaufen und er möchte so-fort nach Hause).

Männe arbeitet "endlich" wieder normal, die Wiedereingliederung ist abgeschlossen und der operierte Daumen beinahe schmerzfrei. Nun hoffen wir, daß bis zur Materialentfernung im kommenden Frühjahr nicht wieder irgendwas Großes passiert.

Im Oktober fahren wir ja Richtung Ostsee, genauer gesagt nach Neuschönberg. Gibt es dort in der Nähe - wir sind ja mit dem Auto unterwegs -

a) schöne Ausflugsziele mit kleinen Kindern und
b) schöne Stoffläden?

Für Tipps wäre ich echt dankbar, nur Strand geht ja auch nicht - vor allem, da völlig unklar ist, wie das Wetter Mitte Oktober sein wird. Bei unserem Glück schneit es dann bereits, aber wer will schon Pessimist sein ;-)

Soll reichen für heute, bin soooo müde. Die neuen Tabletten hauen mich spätestens um 23.00 Uhr normalerweise um, aber immerhin: eine Verbesserung gibt es inzwischen. Nur noch zwei bis drei Sprachaussetzer am Tag, und die nur für etwa eine Minute. Das ist zwar noch verbesserungswürdig, aber ein enormer Unterschied zu dem Zustand von vor zwei Monaten noch. Guts Nächtle!

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